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Innenschutz für die Dose

Vor 200 Jahren revolutionierten Blechdosen unsere Gewohnheiten, Essen zu konservieren. Heutzutage gelten sie keineswegs als überholt, sondern erfreuen sich als plastikfreie, recyclebare Verpackungsalternative eines wachsenden Marktes. Leichte Polyester-Harzbeschichtungen wie DYNAPOL® von Evonik sorgen dafür, dass Blechdosen auch weiterhin ihr Qualitäts- und Reinheitsversprechen einhalten können.

Sie ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und in jedem Supermarkt zu finden: die Blechdose – unverwüstlicher Behälter für Lebensmittel aller Art. Ihren Einzug in fast alle Haushaltsregale dieser Welt hat die Dose keinem Geringerem als Napoleon Bonaparte zu verdanken. Im Jahr 1795 setzte dieser nämlich ein Preisgeld von 12.000 Francs für denjenigen aus, der in der Lage war, seine Armeen mit haltbaren Lebensmitteln zu versorgen. Das Rennen machte der Pariser Zuckerbäcker Nicolas Appert mit einer ebenso einfachen wie genialen Erfindung: Man fülle Lebensmittel in Gläser, erhitze diese und verschließe sie anschließend luftdicht – fertig sind Esswaren, die fast unbegrenzt haltbar sind. 1810 verwendete dann der britische Kaufmann Peter Durand statt Gläser Blechkanister zur Konservierung von Speisen, die Konservendose war geboren.

Heute hat der globale Konservenmarkt einen Wert von etlichen Milliarden US-Dollar erreicht und wird weiter anwachsen. Metallverpackungen sind leicht, lassen sich problemlos in die gewünschte Form und Größe bringen und sind Teil der Kreislaufwirtschaft. Sie lassen sich ohne Qualitäts- und Reinheitsverluste praktisch unbegrenzt recyclen.

Um jegliche Wechselwirkung zwischen der Metallwand und dem eigentlichen Inhalt der Dose zu verhindern, ist eine Innenbeschichtung der Dosen unerlässlich. Schon acht bis zehn Gramm Lack pro Quadratmeter reichen aus, um den Doseninhalt zu schützen. Das entspricht – je nach Größe – nur etwa drei Gramm je Dose. Die Ansprüche an die Beschichtung sind hoch: Diese muss besonders leistungsfähig sein und sich durch hohe Elastizität und Widerstandsfähigkeit auszeichnen. So bleiben auch bei einer Delle in der Dose die darin enthaltenen Lebensmittel gut geschützt. Über Jahre haben sich hier Epoxidharz-basierte Produkte als Industriestandard etabliert. Diese stehen aber seit einiger Zeit aufgrund ihrer Rohstoffbasis Bisphenol-A (BPA) in der öffentlichen Diskussion.

Immer häufiger kommen daher Beschichtungen zum Einsatz, die auf Polyurethan basieren. Ein wichtiger Rohstoff dafür sind hochmolekulare Polyester-Harze, die das Geschäftsgebiet Coating & Adhesive Resins unter dem Markennamen DYNAPOL® vertreibt. Sie sorgen dafür, dass der Innenlack flexibel ist und trotzdem gute Beständigkeit aufweist. So überstehen die Dosen im Produktionsprozess sowohl die mechanische Umformung als auch die anschließende Heißsterilisation – und schützen den Doseninhalt anschließend zuverlässig und langanhaltend. Mit VESTANAT® B 1186 A haben die Experten des Geschäftsgebietes Crosslinkers einen Vernetzer entwickelt, der Doseninnenbeschichtungen auf Polyurethanbasis ermöglicht. VESTANAT® B 1186 A erfüllt damit die strengsten Vorgaben der Behörden für Lebensmittelsicherheit, die das Produkt als besonders unbedenkliche Lösung für Doseninnenbeschichtungen für den direkten Lebensmittelkontakt freigegeben haben.

Mit der breiten Palette an DYNAPOL® Polyestern und im Zusammenspiel mit dem Vernetzer VESTANAT® B 1186 A lässt sich für jede Anwendung die richtige Balance zwischen Flexibilität, Härte und Widerstandsfähigkeit maßschneidern. Immer mehr Hersteller vertrauen bei der Innenbeschichtung von Dosen auf diese Kombination.