SDG 8

Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern.

Herausforderung

Bezahlte Arbeit ist der zentrale Treiber für materiellen Wohlstand, wirtschaftliche Sicherheit, Chancengleichheit und menschliche Entwicklung. Doch bis heute ist eine Mehrheit von Beschäftigten davon ausgeschlossen, denn eine Beschäftigung garantiert nicht immer ein Leben ohne Armut. Die Beseitigung von Armut ist nur durch dauerhafte und gut bezahlte Arbeit möglich. Die Erreichung dieses Ziels ist eng verknüpft mit anderen Zielen wie Bildung, Gleichstellung von Männern und Frauen und Chancengleichheit. Zwischen 2016 und 2030 müssen 470 Millionen neue Arbeitsstellen für die Menschen geschaffen werden, die auf Grund ihres Alters neu in den Arbeitsmarkt eintreten werden.
Im „World Employment and Social Outlook – Trends 2019” berichtet die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), dass im Jahr 2016 noch immer 114 Millionen Kinder zwischen 5 und 14 Jahren arbeiten müssen, 73 Millionen davon müssen sogar gefährliche Arbeit leisten.

Beispiele für unseren Beitrag

Mit ihrer Tätigkeit leistet Evonik einen Beitrag zu Wirtschaftswachstum und bietet sichere, menschenwürdige Arbeit. Aus unserer Wirkungsanalyse (Impact Valuation) ergibt sich, dass jeder Evonik-Arbeitsplatz im Durchschnitt 7,9 Arbeitsstellen weltweit in der Wertschöpfungskette sichert.
Wir sind Mitglied des Global Compact und bekennen uns in unserer Global Social Policy, in der Menschenrechtlichen Grundsatzerklärung des Vorstandes und in unserem Code of Conduct zur Einhaltung von Menschen- und Arbeitsrechten. Dies erwarten wir auch von unseren Lieferanten.

  • Weltweit gelten für etwa 72 Prozent unserer Mitarbeiter kollektivrechtliche Vereinbarungen zur Vergütung (in Deutschland für 100 Prozent).
  • An rund 96 Prozent unserer Standorte bzw. Gesellschaften gibt es leistungs- bzw. erfolgsorientierte Anreizsysteme. Mit diesen Systemen erreichen wir etwa 99 Prozent der Stammmitarbeiter.
  • Jeweils mehr als 99 Prozent unser Beschäftigen sind von einer gesetzlichen bzw. betrieblichen Altersversorgung sowie einer Krankenversicherung erfasst.
  • Diese Leistungen stehen auch Teilzeitbeschäftigten zur Verfügung – wenn sie die in einigen Regionen vorgeschriebene Mindestarbeitsstundenzahl erreichen.
  • Zum Jahresende 2019 zählte Evonik mehr als 1.200 Nachwuchskräfte in der dualen Berufsausbildung. Hinzu kommen 400 Ausbildungsplätze für Dritte. Die Ausbildungsquote beträgt rund 6,8 Prozent.
  • Im Ausbildungsjahr 2019 haben deutschlandweit mehr als 450 junge Frauen und Männer ihre Berufsausbildung in 32 verschiedenen Ausbildungsberufen an 15 Standorten begonnen.
  • Im Projekt „Start in den Beruf“ bereiten wir noch nicht ausbildungsreife Jugendliche für den Start in das Berufsleben vor.
  • Arbeitssicherheit ist ein wichtiger Teil menschenwürdiger Arbeit. Bei Evonik gilt: Sicherheit und Gesundheit haben Vorrang vor Umsatz und Gewinn. Unsere Konzerninitiative „Sicherheit bei Evonik“ hat eine tiefe Verankerung des Sicherheitsdenkens bei unseren Beschäftigten bewirkt.

Unsere Ziele

  • Das langfristige Konzernziel für Unfallhäufigkeit (Anzahl der Unfälle pro 1 Million Arbeitsstunden) soll kleiner als 1,30 sein.
    In 2019 lag die Arbeitssicherheit bei 1,18
  • Die Ereignishäufigkeit soll langfristig ≤ 1,10 betragen.
    In 2019 lag die Ereignishäufigkeit bei 1,10.