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Darmstadts fleißige Frühtracht-Flieger

Biene Maja im Dauereinsatz: Während am Himmel der Heinerstadt zurzeit so gut wie kein Flieger zu sehen und zu hören ist, bietet sich in Bodennähe rund um das Darmstädter Evonik-Werk ein völlig anderes Bild.

Schätzungsweise 40.000 Bienen fliegen bereits jetzt kurz vor Ostern mehrere Stunden am Tag über die Werksmauer hinweg in die bunte Blütenwelt der benachbarten Gärten und Balkone. Im Umkreis von rund drei Kilometern befruchten die fleißigen Insekten die Blüten der Obstbäume – und setzen damit die Grundlage für leckere Kirschen und Äpfel in der Nachbarschaft des Evonik-Werks.

Die Arbeitsaufteilung ist bei den Bienen klar nach Jahreszeit festgelegt. „Während das Bienenvolk die Königin und die Brut den Winter über auf konstante 38 Grad hielt, produziert die Königin seit einigen Tagen jede Menge jungen Bienennachwuchs“, erklärt Hobby-Imker Udo Drees. Sollte der Frühling weiterhin so mild verlaufen und ausreichend Tracht, sprich Bienenfutter, vorhanden sein, wird sich das Bienenvolk sehr schnell vergrößern. Bei optimalem Wetter mit nicht zu viel Regenschauer zwischendrin könnte im Mai der weltweit erste Evonik-Frühtracht-Blütenhonig geerntet werden.

Imker Drees, der sich mit den Gegebenheiten in Darmstadt bestens auskennt, ist guter Dinge, dass das „süße Evonik-Gold“ auch tatsächlich produziert und vor allem gut schmecken wird, schließlich „fühlen sich die Bienen seit ihrem Einzug im vergangenen Jahr an ihrem neuen Arbeitsplatz ausgesprochen wohl.“ Dafür ist auch die Umgebung verantwortlich: So besteht das „Home Office“ der vierzigtausend Bienen aus zwei Bienenbehausungen, so genannten Bienenbeuten, inmitten eines 20 Quadratmeter großen Plätzchens im äußersten Osten des 16 Hektar großen Werks.

Übrigens: Ein Ableger des Bienenvolkes von der Darmstädter Rosenhöhe befindet sich seit Mitte letzten Jahres bei Evonik im Einsatz. Der Honig ist für seinen „ausgezeichneten Geschmack“ bekannt. Wenn das mal keine guten Voraussetzungen sind…