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Pressemitteilung
Corporate Press
13. November 2008

Wirtschaftliche Eckdaten 1. Januar – 30. September 2008

  • Dr. Werner Müller, Vorstandsvorsitzender der Evonik Industries AG: „Evonik bleibt auch nach neun Monaten auf gutem Kurs.“
  • Umsatz steigt deutlich um 13 Prozent auf rund 12,1 Milliarden Euro
  • EBITDA verbessert sich um 6 Prozent auf mehr als 1,8 Milliarden Euro

„Evonik bleibt trotz schlechter weltwirtschaftlicher Entwicklungen auch nach neun Monaten weiter auf gutem Kurs“, kommentierte Dr. Werner Müller, Vorstandsvorsitzender der Evonik Industries AG, die heute präsentierten Geschäftszahlen für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2008. Die insbesondere durch die globale Finanzmarktkrise ausgelöste weltweite konjunkturelle Abkühlung stellt auch den Essener Industriekonzern vor zunehmende Herausforderungen. Dennoch ist Evonik aufgrund der bisher erreichten Ergebnislage für das Gesamtjahr vorsichtig optimistisch: „Wir bestätigen deshalb unseren Ausblick für das Gesamtjahr“, so Müller. Der Umsatz solle in 2008 im hohen einstelligen Prozentbereich wachsen, das EBITDA im Vergleich zum Vorjahr leicht ansteigen.

Der Evonik-Konzern hat das operative Geschäft in den ersten neun Monaten dieses Jahres erfolgreich weiterentwickelt. Der Umsatz des Konzerns kletterte von Januar bis September 2008 um 13 Prozent auf 12.062 Millionen Euro (Vorjahr: 10.696 Millionen Euro).

Auch das operative Ergebnis vor Abschreibungen und Sondereinflüssen (EBITDA) entwickelte sich im Berichtszeitraum erfreulich und verbesserte sich um 6 Prozent auf 1.808 Millionen Euro (Vorjahr: 1.705 Millionen Euro). „Ein schöner Erfolg in schwierigen Zeiten“, kommentierte Müller. Zur dieser EBITDA-Entwicklung trugen alle drei Geschäftsfelder bei.

Aufgrund niedrigerer Abschreibungen im laufenden Jahr stieg das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen (EBIT) im Berichtszeitraum sogar um 12 Prozent auf 1.194 Millionen Euro (Vorjahr: 1.069 Millionen Euro).

Evonik erwirtschaftete in den ersten drei Quartalen 2008 ein erfreuliches Konzernergebnis von 595 Millionen Euro. Der Vorjahreswert von 951 Millionen Euro, der das hohe Veräußerungsergebnis aus der Abgabe der Bergbautechnikgesellschaft DBT enthielt, wurde erwartungsgemäß nicht erreicht.

Umsatzzuwächse in allen drei Geschäftsfeldern

Bessere Verkaufspreise (9 Prozentpunkte) und höhere Mengen (4 Prozentpunkte) führten im Geschäftsfeld Chemie zu einem organischen Wachstum von 13 Prozent. Zuwächse aus Änderungen des Konsolidierungskreises (plus 3 Prozentpunkte) glichen sich mit gegenläufigen Währungseffekten (minus 3 Prozentpunkte) aus. Insgesamt ergab sich in diesem Geschäftsfeld ein deutlicher Umsatzanstieg von 13 Prozent auf 8.955 Millionen Euro (Vorjahr 7.934 Millionen Euro). Der Umsatz des Geschäftsfelds Energie nahm aufgrund erheblich höherer Kohlepreise und entsprechend steigender Stromabsatzpreise um 18 Prozent auf 2.583 Millionen Euro zu (Vorjahr: 2.194 Millionen Euro). Das Geschäftsfeld Immobilien steigerte seinen Umsatz leicht auf 261 Millionen Euro (Vorjahr: 258 Millionen Euro).

Höhere Ergebnisbeiträge aller drei Geschäftsfelder

Das EBITDA des Geschäftsfelds Chemie stieg um 8 Prozent auf 1.367 Millionen Euro. Zurückzuführen ist dies insbesondere auf Mengenausweitungen und auf höhere Kapazitätsauslastungen. Belastend wirkte der starke Euro. Zum Teil deutliche Verbesserungen der Verkaufspreise konnten die erheblich gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten ausgleichen. Der interne Rohstoffkostenindex, der die Preisentwicklung der wesentlichen im Geschäftsfeld Chemie eingesetzten Rohstoffe wiedergibt, legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22 Prozent zu. Die Energiekosten erhöhten sich um 17 Prozent.

Das Geschäftsfeld Energie steigerte sein EBITDA um 5 Prozent auf 451 Millionen Euro (Vorjahr: 428 Millionen Euro). Hierzu trugen bessere Ergebnisse der Auslandskraftwerke, des inländischen Kraftwerksverbunds sowie aus dem Kohlehandel bei, während der starke Euro den Anstieg schmälerte.
Das EBITDA des Geschäftsfelds Immobilien erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreswert von 112 Millionen Euro deutlich auf 151 Millionen Euro. Zurückzuführen ist dies auf die erstmalige Einbeziehung der at Equity bilanzierten THS sowie auf Veräußerungsgewinne aus bereits im vergangenen Jahr vereinbarten und im ersten Quartal 2008 durchgeführten Verkäufen von Gewerbeimmobilien.

Investitionen weiter auf hohem Niveau

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit der fortgeführten Aktivitäten blieb nach neun Monaten mit 326 Millionen Euro erheblich unter dem Vorjahreswert von 788 Millionen Euro. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus höheren Ertragsteuerzahlungen sowie einer deutlichen Zunahme des Nettoumlaufvermögens, auch bedingt durch spürbar gestiegene Rohstoffkosten und die Erhöhung des Umsatzes.

Die Sachinvestitionen lagen mit 689 Millionen Euro sowohl leicht über dem Vorjahreswert von 673 Millionen Euro als auch 11 Prozent über den Abschreibungen in Höhe von 622 Millionen Euro (Vorjahr: 637 Millionen Euro).

Im Vergleich zum Jahresende 2007 hat Evonik seine Nettofinanzschulden um 0,1 Milliarden Euro auf 4,5 Milliarden Euro leicht zurückgeführt.

Ausblick für Gesamtjahr 2008 bestätigt

Die globale Finanzmarktkrise hinterlässt bereits erste Bremsspuren in der Realwirtschaft. Das konjunkturelle Wachstum wird sich nach Ansicht von Evonik weltweit abschwächen, vor allem in Nordamerika scheint eine Rezession sehr wahrscheinlich. Auch die Wachstumsprognosen für die Eurozone und für Deutschland wurden zuletzt nach unten angepasst. Zu den derzeit am stärksten betroffenen Branchen zählen mit der Automobil- und Bauindustrie wichtige Endmärkte von Evonik.

Spürbare Auswirkungen des weltweiten konjunkturellen Abschwungs erwartet Evonik im vierten Quartal 2008 insbesondere auf sein Geschäftsfeld Chemie. Dennoch hält das Unternehmen aufgrund der guten Ergebnislage nach neun Monaten an dem zum Halbjahr formulierten Ausblick fest: Für das Gesamtjahr 2008 wird beim Umsatz gegenüber Vorjahr ein Zuwachs im hohen einstelligen Prozentbereich erwartet, beim EBITDA geht Evonik von einem leichten Anstieg aus.

„Unser Geschäftsmodell des integrierten Industriekonzerns ist robust. Wir legen nicht alle Eier in einen Korb. Neben dem Wachstumspotential in der Chemie haben wir mit Energie und Immobilien stabile Ertragsbringer in unserem Portfolio“, sagte Müller.


Evonik-Konzern: Ergebnisrechnung im Überblick

Entwicklung in den Segmenten

Technology Specialties
Das Segment Technology Specialties steigerte seinen Umsatz bei spürbar höheren Mengen und deutlich verbesserten Preisen um 22 Prozent auf 4.195 Millionen Euro (Vorjahr: 3.445 Millionen Euro). Zusätzlich hat sich die erstmalige Einbeziehung der Ende Oktober 2007 vollständig übernommenen US-amerikanischen Degussa Engineered Carbons positiv ausgewirkt. Das EBITDA nahm um 7 Prozent auf 594 Millionen Euro (Vorjahr: 555 Millionen Euro) zu. Dies ist auf den deutlich höheren Mengenabsatz zurückzuführen, während verbesserte Verkaufspreise nicht ausreichten, die gestiegenen Rohstoffkosten auszugleichen. Das EBITDA des Geschäftsbereichs Industrial Chemicals übertraf bei spürbar höherer Nachfrage und verbesserten Preisen den Vorjahreswert deutlich. Im Geschäftsbereich Inorganic Materials wurde das Ergebnis erheblich belastet durch die im dritten Quartal nochmals drastisch gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten, die nur unzureichend und zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden konnten. Dank des höheren Mengenabsatzes verringerte sich das EBITDA aber nur leicht.

Consumer Solutions
Das Segment Consumer Solutions erwirtschaftete einen Umsatz von 2.386 Millionen Euro (Vorjahr: 2.176 Millionen Euro), das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Zuwachs resultiert aus deutlichen Verkaufspreisanhebungen und Mengensteigerungen, während der starke Euro den Anstieg schmälerte. Vor allem dank der weiter hervorragenden Entwicklung bei dem Futtermitteladditiv DL-Methionin wurde mit 432 Millionen Euro (Vorjahr: 314 Millionen Euro) ein um 38 Prozent über Vorjahr liegendes EBITDA erwirtschaftet. Dementsprechend steuerte der Geschäftsbereich Health & Nutrition ein wesentlich höheres EBITDA bei. Dagegen sank das EBITDA des Geschäftsbereichs Consumer Specialties bedingt durch drastisch gestiegene Rohstoffkosten.

Specialty Materials
Im Segment Specialty Materials nahm der Umsatz um 3 Prozent auf 2.374 Millionen Euro (Vorjahr: 2.313 Millionen Euro) zu. Hierzu trugen eine höhere Mengennachfrage und verbesserte Verkaufspreise bei, während der starke Euro den Anstieg bremste. Das EBITDA blieb mit 341 Millionen Euro (Vorjahr: 393 Millionen Euro) um 13 Prozent unter Vorjahr. Die Ertragslage wurde insbesondere von den drastisch gestiegenen Rohstoffkosten beeinträchtigt, die nur unzureichend über die Verkaufspreise weitergereicht werden konnten. Zudem belastete der starke Euro. Das EBITDA des Geschäftsbereichs Coatings & Additives verringerte sich bei höherer Nachfrage aufgrund der Belastungen aus den Rohstoffkosten und dem Währungseinfluss. Im Geschäftsbereich Performance Polymers wirkten sich die stark gestiegenen Rohstoffkosten, die US-Dollar-Schwäche sowie die nachlassende US-Konjunktur nachteilig aus; das EBITDA ging zurück.

Energy
Der Umsatz des Segments Energy legte vor allem aufgrund der höheren Kohlepreise und entsprechend steigender Stromabsatzpreise um 18 Prozent auf 2.583 Millionen Euro (Vorjahr: 2.194 Millionen Euro) zu. Das EBITDA stieg um 5 Prozent auf 451 Millionen Euro (Vorjahr: 428 Millionen Euro). Dabei erzielte das Geschäftsgebiet Power ein deutlich höheres EBITDA. Hierzu trugen sowohl Verbesserungen im inländischen Kraftwerksverbund als auch die Auslandskraftwerke bei, die dank gestiegener Strompreise ein höheres Ergebnis erwirtschafteten. Im Geschäftsgebiet Renewable Energies blieb das EBITDA durch die Veräußerung von Randaktivitäten erwartungsgemäß unter Vorjahr. Der Umsatz des Geschäftsgebiets Trading stieg maßgeblich aufgrund der höheren Kohlepreise um 29 Prozent auf 824 Millionen Euro. Das EBITDA kletterte um 21 Prozent auf 25 Millionen Euro.

Real Estate
Der Umsatz des Segments Real Estate nahm leicht auf 261 Millionen Euro (Vorjahr: 258 Millionen Euro) zu. Das EBITDA konnte um 39 Millionen Euro auf 151 Millionen Euro (Vorjahr: 112 Millionen Euro) gesteigert werden. Zu dieser deutlichen Verbesserung trugen maßgeblich zwei Faktoren bei: Im ersten Quartal 2008 wurden die Ergebnisse aus im Vorjahr vereinbarten Verkäufen von Gewerbeimmobilien realisiert. Außerdem erfolgte erstmals die Einbeziehung von THS, die seit Dezember 2007 at Equity bilanziert wird.


Evonik-Konzern: Mitarbeiter nach Segmenten

Informationen zum Konzern

Evonik Industries ist der kreative Industriekonzern aus Deutschland mit den Geschäftsfeldern Chemie, Energie und Immobilien. Evonik ist eines der weltweit führenden Unternehmen in der Spezialchemie, Experte für Stromerzeugung aus Steinkohle und erneuerbaren Energien sowie eine der größten privaten Wohnungsgesellschaften in Deutschland. Kreativität, Spezialistentum, kontinuierliche Selbsterneuerung und Verlässlichkeit sind unsere Stärken. Evonik ist in mehr als 100 Ländern der Welt aktiv. Rund 43.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2007 einen Umsatz von rund 14,4 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis (EBITDA) von über 2,2 Milliarden Euro.

Rechtlicher Hinweis

Soweit wir in dieser Pressemitteilung Prognosen oder Erwartungen äußern oder unsere Aussagen die Zukunft betreffen, können diese Prognosen oder Erwartungen der Aussagen mit bekannten oder unbekannten Risiken und Ungewissheit verbunden sein. Die tatsächlichen Ergebnisse oder Entwicklungen können je nach Veränderung der Rahmenbedingungen abweichen. Weder Evonik Industries AG noch mit ihr verbundene Unternehmen übernehmen eine Verpflichtung, in dieser Mitteilung enthaltene Prognosen, Erwartungen oder Aussagen zu aktualisieren.