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Pressemitteilung
Corporate Press
27. März 2009

Gemeinsame Pressemitteilung Evonik Industries AG, IG BCE, Konzernbetriebsrat Evonik

Zukunftspakt für Evonik-Beschäftigte: Vorstand, Arbeitnehmervertreter und IG BCE vereinbaren praxisnahes Einsparungsprogramm für 2009

  • Keine betriebsbedingten Kündigungen bis Ende Juni 2010
  • Boni und Erfolgsbeteiligungen für das Geschäftsjahr 2009 um 50 Prozent gekürzt
  • Befristete Übernahme von Ausgebildeten im Konzern bestätigt

Essen. Evonik ist bei der Umsetzung des ehrgeizigen Kostensenkungsprogramms für 2009 einen weiteren Schritt vorangekommen. Gemeinsam haben der Evonik-Vorstand, Konzernbetriebsrat, Konzernsprecherausschuss und IG BCE eine Vereinbarung getroffen, die Maßnahmen zur Personalkostensenkung für alle konsolidierten Gesellschaften der Evonik Industries AG festlegt. Diese Vereinbarung leistet einen wichtigen Beitrag, um den Belastungen aus der Weltwirtschaftskrise konsequent zu begegnen. "Wir freuen uns über die rasche Einigung mit den Arbeitnehmervertretern und der IG BCE. Sie ist ein großer Erfolg und unterstreicht gleichzeitig die geschäftsfeldübergreifende Solidarität im Konzern", sagte Dr. Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender von Evonik. So sei gewährleistet, dass über die zurzeit rund 3000 in Kurzarbeit befindlichen Mitarbeiter hinaus alle Konzernunternehmen und Mitarbeitergruppen ihren Beitrag zur finanziellen Bewältigung der Krise leisten – dies schließt gleichermaßen den Vorstand ein. Werner Bischoff, Mitglied des Geschäftsführenden Hauptvorstandes der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) betonte: "Diese Vereinbarung ist auf der Basis gegenseitigen Vertrauens abgeschlossen. Sie ist für die Beschäftigten und das Unternehmen eine ausgewogene Lösung." Der Vorsitzende des Konzernbetriebsrates, Ralf Hermann, ergänzte: "Mit dieser Regelung ist es uns gelungen, einen Eingriff in das monatliche Entgelt zu verhindern."

Zwischen den Verhandlungspartnern wurden folgende Punkte vereinbart:

  • Für den Kreis der Konzernführungskräfte wird es auf Beschluss des Vorstands im Gesamtjahr 2009 keine Anhebung der Grundvergütung geben.
  • Für das laufende Geschäftsjahr 2009 werden Bonusleistungen sowie vergleichbare variable Entgeltbestandteile um 50 Prozent gekürzt.
  • Bis zum Ablauf des 30. Juni 2010 sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen – dies gilt vorbehaltlich einer deutlichen Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage des Konzerns. 

Die Umsetzung der beschriebenen Maßnahmen macht eine zeitlich befristete Anpassung bestehender Tarifverträge sowie kollektivoder individualvertraglicher Regelungen erforderlich. Die dazu nötigen Schritte werden in den kommenden Wochen mit den Arbeitnehmervertretern und der IG BCE umgesetzt.

"Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds stellt sich Evonik seiner Verantwortung zur Sicherung der eigenen Zukunft und als wichtiger Ausbilder in den Regionen“, betonte Ulrich Weber, Mitglied des Vorstandes und Arbeitsdirektor von Evonik. Der Konzern setze seine Ausbildungsaktivitäten auf hohem Niveau fort und halte an seiner bisherigen Praxis der Übernahme von Ausgebildeten fest. Weber: "Alle Ausgebildeten, die leistungsfähig und mobilitätsbereit sind, erhalten in 2009 das Angebot eines befristeten Arbeitsverhältnisses von mindestens sechs Monaten auf der Grundlage einer Teilzeittätigkeit von 80 Prozent der betriebsüblichen Arbeitszeit."

Neben den bereits eingeleiteten Maßnahmen (u. a. Reduzierung von Gutstunden, Abbau von Urlaubskonten, Kurzarbeit) sind die jetzt getroffenen Vereinbarungen ein wichtiger Baustein, um Einsparungen von insgesamt rund 100 Millionen € im laufenden Geschäftsjahr bei den Personalkosten zu erzielen. Evonik hatte bereits kürzlich ein Kostensenkungsprogramm für 2009 im Volumen von 300 Millionen € angekündigt. Dabei entfallen zwei Drittel auf Sachkosten und ein Drittel auf Personalkosten. "Dieser Weg ist alternativlos, um die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Evonik über den Tag hinaus zu festigen und Beschäftigung im Konzern nachhaltig zu sichern“, sagte Engel. Insbesondere die Nachfrageeinbrüche im Geschäftsfeld Chemie zwingen den Konzern zum kurzfristigen Gegensteuern.

Informationen zum Konzern

Evonik Industries ist der kreative Industriekonzern aus Deutschland mit den Geschäftsfeldern Chemie, Energie und Immobilien. Evonik ist eines der weltweit führenden Unternehmen in der Spezialchemie, Experte für Stromerzeugung aus Steinkohle und erneuerbaren Energien sowie eine der größten privaten Wohnungsgesellschaften in Deutschland. Kreativität, Spezialistentum, kontinuierliche Selbsterneuerung und Verlässlichkeit sind unsere Stärken. Evonik ist in mehr als 100 Ländern der Welt aktiv. Rund 41.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von rund 15,9 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis (EBITDA) von rund 2,2 Milliarden Euro.

Rechtlicher Hinweis

Evonik Industries ist der kreative Industriekonzern aus Deutschland mit den Geschäftsfeldern Chemie, Energie und Immobilien. Evonik ist eines der weltweit führenden Unternehmen in der Spezialchemie, Experte für Stromerzeugung aus Steinkohle und erneuerbaren Energien sowie eine der größten privaten Wohnungsgesellschaften in Deutschland. Kreativität, Spezialistentum, kontinuierliche Selbsterneuerung und Verlässlichkeit sind unsere Stärken. Evonik ist in mehr als 100 Ländern der Welt aktiv. Rund 41.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von rund 15,9 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis (EBITDA) von rund 2,2 Milliarden Euro.