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Konzerngeschichte

Bad aus dem Baukasten

Schon vor 50 Jahren entdeckten Kunden die vielseitige Anwendung von PLEXIGLAS® – zum Beispiel in Badewannen.

Als Röhm & Haas nach dem Zweiten Weltkrieg PLEXIGLAS® nach Großbritannien lieferte, verwendeten Kunden den Werkstoff dort auch für die Herstellung von Badewannen. Sollte dies auch in deutschen Badezimmern funktionieren?

Für Sanitärobjekte war PLEXIGLAS® gut geeignet, das hatte die Fertigung von Waschbecken bereits gezeigt. Aber Röhm & Haas wollte weiter gehen und der Badekultur neue Impulse geben. Es sollte ein neues Badegefühl propagiert werden, damit der Mensch nicht nur in einer Hygienekammer – meist in Eile – etwas für die Reinlichkeit tut, sondern sich in einem wohnlichen Raum ausruhen und entspannen kann.

Daher entwickelte eine interne Projektgruppe der Vorgängergesellschaft von Evonik Ideen, aus denen das Institut für Industrielle Formgestaltung an der Technischen Universität Hannover das „Wohnbad 2000“ als Komplettraum entwickelte. Der Prototyp wurde im Januar auf der Messe „Bau ‘68“ in München vorgestellt. Sieben Jahre später konnte ein auf jeden Bauherren zugeschnittenes und in jeden Grundriss passendes „Bad im Baukastensystem“, das „Plexmobil“, mit 50 verschiedenen Einzelteilen angeboten werden.

Auch das dazu gehörige Marketing war erfolgreich: 1972 wurde die Bildmappe „Wohnbäder par excellence“ vom Werbefachverband im Internationalen Prospekt-Wettbewerb mit einem Diplom für Fotografie ausgezeichnet.