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Resource Efficiency

Die digitale Stadt

TV-Streaming in bester Qualität, virtuelle Arztsprechstunden per Telemedizin und rasend schneller Austausch großer Datenmengen – ohne Glasfasern wäre das nicht möglich.

Die Nervenbündel der Stadt von Morgen liegen unter der Erde: Stränge aus Glasfasern verbinden Wohnungen, Betriebe und öffentliche Einrichtungen miteinander und der Welt. Die einzelne Faser ist kaum dicker als ein menschliches Haar, überträgt Informationen aber dennoch mit Lichtgeschwindigkeit und auch über lange Strecken ohne große Verluste.

Das funktioniert aber nur, wenn das Material, aus dem die Fasern hergestellt werden, so rein wie irgend möglich ist. Und hier kommt Evonik ins Spiel: Das Unternehmen stellt an verschiedenen Standorten das hochreine Tetrachlorsilan Siridion® her. Der Stoff entsteht, indem sogenanntes metallurgisches Silizium, dass noch viele Verunreinigungen enthält, mit Chlorwasserstoff in einem Reaktor umgesetzt und anschließend aufgereinigt wird. Dieses Rohprodukt wird anschließend weiter aufgearbeitet, um hochreines Siridion® STC zu gewinnen.

Glasfaserhersteller nutzen das hochreine Tetrachlorsilan, um daraus Quarzglaskörper herzustellen. Diese Vorformen werden auf mehr als 2000 °C erhitzt, anschließend werden daraus die Glasfasern gezogen. Damit die Fasern schnell abkühlen werden sie häufig mit Heliumgas umspült. Damit lässt sich die Produktionsgeschwindigkeit soweit erhöhen, dass eine einzige Anlage mehr als zwei Kilometer Faser pro Minute herstellen kann.