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Resource Efficiency

Die zugängliche Stadt

Die Infrastruktur entscheidet mit darüber, wie Menschen in der Stadt von Morgen zusammenleben werden. Lösungen von Evonik sorgen für mehr Nachhaltigkeit im Straßenbau und beim Verlegen von Versorgungsleitungen.

Auch in der Stadt der Zukunft müssen Bewohner und Besucher mobil bleiben. Gleichzeitig gilt es, ein lebenswertes Umfeld zu erhalten. Ob nun Elektroauto, Wasserstoffbus oder Robotaxi – viele Verkehrsträger der Zukunft sind straßengebunden.

Damit ist klar: Die Frage, wie sich die Qualität und Langlebigkeit von Straßen verbessern lässt, ist aktueller denn je. Eine mögliche Antwort sind hochwertige Asphalte, denen Gummi zugemischt wurde: Das Material verhindert, dass sich vorzeitig Spurrinnen, Schlaglöcher und Risse in der Straße bilden, senkt so die Instandhaltungskosten und verlängert die Nutzungsdauer.

Innovation für den Straßenbau
Damit Gummimehl aus ausgedienten Reifen zu einem gummihaltigen Asphalt eingesetzt werden kann, hat Evonik das Prozessadditiv VESTENAMER® für die Gummiindustrie entwickelt. Es verbessert die Fließfähigkeit der Gummimischung, so dass sich der Werkstoff viel effizienter verarbeiten lässt. Zudem führen die Reaktivität und der Polymeraufbau des Additivs zu einer guten Netzwerkdichte zwischen den Partikeln. Dies wiederum wirkt sich positiv auf die mechanischen Eigenschaften des Produkts aus und verlängert somit die Nutzungsdauer vieler Gummiteile.

Das Gummimehl kann aber noch viel mehr: Es wird häufig in höherem Anteil in sogenanntem offenporigen Asphalt eingesetzt, um Verkehrslärm zu reduzieren. Ein bis zwei Dezibel Lautstärkeminderung lassen sich damit erreichen. Das ist ein großer Erfolg, wird doch eine Reduzierung um drei Dezibel wie die Halbierung des Verkehrsaufkommens empfunden.

Leichte Rohre
Eine weitere Möglichkeit, die Belastung von Stadtbewohnern durch Infrastrukturprojekte zu mindern, bietet der Hochleistungskunststoff Polyamid 12. Mitteldruck-Gasleitungen aus VESTAMID® haben gegenüber den bisher verwendeten Stahlrohren gleich mehrere Vorteile: Die Kunststoffrohre sind wickelbar, sodass etwa 150 bis 200 Meter auf eine Rolle passen. Stahlrohre hingegen haben eine maximale Länge von 18 Metern, da sie sonst nicht mehr mit dem Lkw transportiert werden können. Durch die einfache und schnelle Installation der Kunststoffrohre, verkürzen sich Installationszeit und -kosten – und damit auch die enormen Baustellenbelastungen für Anwohner. Lange Standzeiten vor Baustellen oder zähfließender Verkehr in baustellennahen Engpassbereichen lassen sich deutlich reduzieren. Das gilt umso mehr, als das alternative Verfahren für die Verlegung genutzt werden können: Techniken wie das Horizontalspülbohr- oder Erdverdrängungsverfahren ermöglichen das grabenlose Unterqueren von Verkehrswegen und sind der offenen Verlegung im Hinblick auf Bauzeiten und -kosten, Genehmigungsverfahren, Erdverdrängung, Oberflächensanierung und Verkehrsunterbrechungen überlegen.