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Resource Efficiency

Die sichere Stadt

Hochhäuser werden die Skyline der Stadt von Morgen prägen. Mit der Höhe der Gebäude wachsen auch die Anforderungen an den Brandschutz. Lösungen von Evonik schaffen hier Sicherheit.

Architekten entwickeln radikal neue Ideen für die Hochhäuser der Zukunft. Gefragt sind smarte Konzepte für eine zukunftsfähige, platz- und ressourcenschonende Urbanität. Dabei immer im Fokus: die Sicherheit. Denn Brände entstehen zwar in Hochhäusern nicht häufiger als in anderen Gebäuden, breiten sich dort aber wesentlich schneller aus.

Die schlanke Art zu dämmen

Materialien für den Hochhausbau müssen daher besonderen Sicherheitsanforderungen genügen. So wie das Hochleistungsdämmmaterial CALOSTAT® von Evonik. Es basiert auf Siliciumdioxid und ist auch ohne jeglichen Zusatz von Brandschutzmitteln nicht brennbar, zudem ungiftig und recyclingfähig. Es kann in allen Bereichen der Dämmung der Gebäudehülle eingesetzt werden: innen, außen, auf dem Dach, in Fassadenelementen und auch für Keller- oder Tiefgaragendecken.

Feuerfeste Fensterscheiben und Brandschutztüren sind entscheidend, um die Ausbreitung von Flammen und Rauch zu verhindern. Beim Brandschutzglas wird ein transparentes Gel aus Alkalisilikat zwischen zwei Glasscheiben eingebracht. Die beim Feuer entstehende Hitze lässt das Gel verdampfen. In der Folge bildet sich ein fester Schaum, der nicht nur Flammen und Rauch, sondern auch Hitze abwehrt. Mit AERODISP® bietet Evonik den Glasherstellern eine gebrauchsfertige Dispersion, mit der dünnere und damit leichtere Fenster gebaut werden können. Das vereinfacht nicht nur das Handling. Die Gewichtsersparnis erlaubt es auch, höher zu bauen.

Kabel-Flammschutz für Bus und Bahn
Die Brandursachenstatistik des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung zeigt: Jeder dritte der in Deutschland untersuchten Brände wird durch Elektrizität verursacht. Kabel können durch einen Defekt nicht nur selbst Brände auslösen, sie können auch die Brandausbreitung von Raum zu Raum beschleunigen. Das verhindern sogenannte Brandschutzkabel, deren Ummantelung zum Beispiel aus dem Hochleistungskunststoff VESTAMID® hergestellt wird, dem halogen- und phosphorfreien Flammschutzmittel zugesetzt sind. Sie haben eine flammhemmende Wirkung und minimieren im Brandfall die Entwicklung undurchsichtigen Rauchs und gefährlicher Gase. Die Kabel genügen dabei auch höchsten Ansprüchen und können nicht nur in Hochhäusern, sondern auch in anderen sicherheitskritischen Bereichen wie Bahntunneln verbaut werden.

Werden Flammschutzmittel in Kunststoffe eingearbeitet, können sie das Brandrisiko deutlich senken. Doch sie haben auch Nachteile: Sie modifizieren die Polymereigenschaften des Materials. Dabei gehen häufig erwünschte mechanische oder elektrische Eigenschaften verloren. Additive auf Basis organisch modifizierter Siloxane, die Evonik unter den Markennamen Tegomer sowie Tegopren anbietet, können dem entgegenwirken – und dabei sogar noch mithelfen, weitere Anforderungen zu erfüllen: zum Beispiel geringe Rauchbildung oder geringe Hitzeentwicklung im Brandfall. Auf diese Weise verlängert sich auch die mögliche Fluchtzeit, falls es tatsächlich einmal zu einem Brand kommt.