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Resource Efficiency

Wir sorgen für saubere Luft

Die Weltbevölkerung produziert täglich rund 3,5 Millionen Tonnen Abfall. Für die Entsorgung werden stoffliches Recycling und thermische Verwertung immer wichtiger. Industriefilter helfen, dabei entstehende Emissionen zu minimieren. Andernorts entfernen Photokatalysatoren Schadstoffe aus der Luft.

Was wir machen:

Müllverbrennungsanlagen, die Reststoffe in Energie umwandeln, stellen einen Eckpfeiler der Abfallentsorgung dar. Damit sie effizient und sauber betrieben werden können, werden zur Rauchgasreinigung Filterschläuche eingesetzt - zum Beispiel aus dem hochtemperaturbeständigen Material P84® von Evonik. Die P84®-Polyimidfasern filtrieren den Abgasstrom aufgrund ihres irregulären Faserquerschnitts besonders effizient.

In den Müllverbrennungsanlagen sorgt ein saugseitig installierter Ventilator für die Zufuhr der notwendigen Verbrennungsluft. Da die P84®-Fasern über ihren gesamten Lebenszyklus eine hohe Durchlässigkeit des Filtermaterials bewirken, sinkt der Energieverbrauch des Ventilators deutlich.

Filtermedien aus P84®-Polyimidfasern von Evonik reduzieren also nicht nur die Staubpartikelemissionen, sondern auch die Energiekosten um bis zu 25 Prozent. Schon heute setzen mehr als 160 Müllverbrennungsanlagen zur Abgasreinigung auf P84®-Filterschläuche von Evonik. Allein durch die Energieeinsparung reduzieren sie den CO2-Ausstoß um rund 27.000 Tonnen pro Jahr. Auch in Zementfabriken, Kraftwerken und anderen Industrieanlagen werden Filter aus diesem Material eingesetzt.

Während bestimmte Schadstoffe dank der P84®-Filter gar nicht erst freigesetzt werden, geht Evonik aber noch einen Schritt weiter. Mit AEROXIDE® TiO2 P 25 stellt das Unternehmen ein feinteiliges pyrogenes Titandioxid her, das organische Schadstoffe oder Stickoxide unter direkter Sonneneinstrahlung in der Umgebungsluft abbauen kann. Anders als das allseits bekannte Weißpigment, bei dem das Titandioxid (TiO2) in der Rutil-Kristallstruktur über andere Verfahren hergestellt wird, ist das AEROXIDE® TiO2 P 25 ein besonders effizienter Photokatalysator. Diese Eigenschaft ergibt sich durch den pyrogenen Herstellprozess, der zu vergleichsweise hohen spezifischen Oberflächen, hohen Reinheiten und einer besonderen Anatas/Rutil-Mischkristallstruktur führt. Bereits heute gibt es auf dem Baustoffmarkt eine große Auswahl an photokatalytisch aktiven Produkten. Dazu zählen beispielsweise Betonteile, Pflastersteine und Fahrbahndecken, ebenso wie Dacheindeckungen, Sonnenschutzsysteme oder Beschichtungen für Solarmodule. Wird das darin enthaltene Titandioxid durch direkte Sonneneinstrahlung angeregt, so zerlegt es beispielsweise an seiner Oberfläche adsorbierte Stickoxide (NOX) zu unschädlichen Nitraten. Dieses können dann durch Regen einfach abgewaschen werden.

Zudem sind solche Oberflächen häufig auch leichter zu reinigen: Denn aufgrund des hydrophilen Charakters von Titandioxid bildet Wasser auf ihnen einen geschlossenen Film, welcher Schmutz und Abbauprodukte leicht abtransportieren kann. TiO2-Partikel, eingebracht in Fassadenfarben oder Kacheln, führen somit zu selbstreinigenden, schmutzabbauenden Oberflächen.