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Pressemitteilung
Corporate Press
24. Oktober 2012

Evonik baut Aktivitäten in Südamerika weiter aus

  • Drei neue Produktionsanlagen in attraktiven Wachstums-märkten Brasilien und Argentinien
  • Investitionen in Höhe von insgesamt knapp 200 Millionen €
  • Umsatzwachstum in Südamerika auf über eine Milliarde € bis 2016 geplant


Evonik Industries investiert in Südamerika knapp 200 Millionen € in den Bau von drei neuen Anlagen: Bis 2014 werden neue Produktionskapazitäten für Kosmetikrohstoffe, Futtermittelaminosäuren und Katalysatoren zur Herstellung von Biodiesel den Betrieb aufnehmen. "Südamerika und insbesondere Brasilien ist ein attraktiver Wachstumsmarkt für Evonik. Unser Ziel ist es, im Jahr 2016 die eine-Milliarde-€-Grenze beim Umsatz zu überspringen", sagte Patrik Wohlhauser, Evonik-Vorstandsmitglied und verantwortlich für die Region Südamerika, kürzlich in Brasilien.
Im Jahr 2011 setzte Evonik rund 650 Millionen € in der Region um. "Die Investments sind ein klares Bekenntnis zu unserem Engagement in Südamerika und Teil unserer Strategie, mit der wir am Wachstum in der Region teilhaben wollen. Mit den neuen Produktionskapazitäten können wir auch das Wachstum unserer Kunden begleiten und den lokalen und regionalen Markt noch besser bedienen."

In Americana, Brasilien, baut Evonik eine neue Produktionsanlage für Kosmetikrohstoffe. Die Anlage mit einer Jahreskapazität von bis zu 50.000 Tonnen soll bis 2014 eine große Bandbreite von oleochemischen Spezialtensiden für die Kosmetik- und Konsumgüterindustrie produzieren. Das Investitionsvolumen liegt im mittleren zweistelligen Millionen-€-Bereich. Evonik wird hier insgesamt rund 80 neue Arbeitsplätze schaffen. "Wir wollen unsere wichtige Technologieplattform der oleochemischen Spezialtenside global aufstellen. Ein erster Schritt hierzu war die 2011 begonnene Investition in Schanghai, China. Mit der Investition in Brasilien besetzen wir einen weiteren Wachstumsmarkt", erläuterte Wohlhauser.

Die gesamte Produktionskapazität der Anlage ist auf verschiedene Produkte ausgelegt, so dass Evonik den lokalen Kunden ein breites Portfolio anbieten kann. Darunter fallen Inhaltsstoffe für Kosmetik-Produkte, Esterquats für Wäscheweichspüler und Spezialtenside für industrielle Anwendungen. Kunden in der Region beliefert Evonik bereits über ein eigenes Service- und Logistikzentrum in Guarulhos, Brasilien. Auch diese Aktivitäten sollen künftig verstärkt werden.

Die zweite neue Anlage wird ebenfalls in Brasilien errichtet: In Castro baut Evonik eine Anlage zur biotechnologischen Herstellung von Biolys® (L-Lysin-Quelle). Die Anlage wird am Standort des US-amerikanischen Unternehmens Cargill gebaut, mit dem Evonik bereits im US-amerikanischen Blair partnerschaftlich Biolys® herstellt. Beide Unternehmen haben am 15. Juni 2012 eine entsprechende Absichtserklärung (Letter of Intent) unterzeichnet. Danach wird Cargill die Infrastruktur am Standort zur Verfügung stellen und Evonik mit vor Ort produzierten Rohstoffen beliefern. Die neue Anlage soll 2014 in Betrieb gehen. Biolys® ist eine höchst effiziente Quelle für die Aminosäure L-Lysin und wird als Futtermitteladditiv in der modernen Tierernährung eingesetzt.

Patrik Wohlhauser: "Für Evonik bietet die Biotechnologie – wie wir sie für die Herstellung von Biolys® hier in Brasilien einsetzen - in diversen Geschäften interessante Chancen für künftiges profitables Wachstum und die verstärkte Ausrichtung unserer Wachstumsstrategie auf eine nachhaltige Entwicklung. Mittelfristig wollen wir allein im Geschäftsbereich Health & Nutrition mit biotechnologisch hergestellten Produkten eine Milliarde € umsetzen." Rund 350 Millionen € investiert Evonik bis 2014 in den Ausbau des Geschäfts mit der fermentativ hergestellten Futtermittelaminosäure Biolys®. Dazu gehören der Bau dieser neuen Anlage für Biolys® in Brasilien sowie eine in Russland mit insgesamt fast 200.000 Tonnen Jahreskapazität sowie die Erweiterung der Produktion im nordamerikanischen Blair auf 280.000 Tonnen pro Jahr, die Evonik gerade abgeschlossen hat.

Die dritte Anlage entsteht im Zentrum der argentinischen Biodieselindustrie, in Puerto General San Martin. Hier baut Evonik eine Anlage zur Herstellung von Katalysatoren für die Biodieselproduktion. Die Detailplanung ist bereits abgeschlossen, der Rohbau und die Tanks stehen. Nach Fertigstellung der Anlage, die bis Mitte 2013 vorgesehen ist, wird sie gebrauchsfertige Alkoholate als Katalysatoren für die Produktion von Biodiesel aus nachwachsenden Rohstoffen liefern. Von hier aus sollen künftig vor allem Argentinien und Brasilien beliefert werden. Die Produktion wird eine Jahreskapazität von über 60.000 Tonnen haben. "Als ein führender Anbieter von Katalysatoren für die Biodieselherstellung wollen wir unsere Position weiter festigen und ausbauen", erklärte Wohlhauser.

Evonik ist seit mehr als 50 Jahren in der Region Mittel- und Südamerika aktiv und produziert seit 1997 Wasserstoffperoxid in Barra do Riacho. In der Region beschäftigt Evonik rund 300 Mitarbeiter.

Informationen zum Konzern

Evonik, der kreative Industriekonzern aus Deutschland, ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Spezialchemie. Profitables Wachstum und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes stehen im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie. Die Aktivitäten des Konzerns sind auf die wichtigen Megatrends Gesundheit, Ernährung, Ressourceneffizienz sowie Globalisierung konzentriert. Evonik profitiert besonders von seiner Innovationskraft und seinen integrierten Technologieplattformen.

Evonik ist in mehr als 100 Ländern der Welt aktiv. Über 33.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von rund 14,5 Milliarden € und ein operatives Ergebnis (bereinigtes EBITDA) von rund 2,8 Milliarden €.

Rechtlicher Hinweis

Soweit wir in dieser Pressemitteilung Prognosen oder Erwartungen äußern oder unsere Aussagen die Zukunft betreffen, können diese Prognosen oder Erwartungen der Aussagen mit bekannten oder unbekannten Risiken und Ungewissheit verbunden sein. Die tatsächlichen Ergebnisse oder Entwicklungen können je nach Veränderung der Rahmenbedingungen abweichen. Weder Evonik Industries AG noch mit ihr verbundene Unternehmen übernehmen eine Verpflichtung, in dieser Mitteilung enthaltene Prognosen, Erwartungen oder Aussagen zu aktualisieren.