Modellhafte Darstellung des neuen, hocheffizienten Gas- und Dampfturbinenkraftwerks, das Evonik im Chemiepark Marl in ähnlicher Form errichten wird.
Modellhafte Darstellung des neuen, hocheffizienten Gas- und Dampfturbinenkraftwerks, das Evonik im Chemiepark Marl in ähnlicher Form errichten wird.
Technology & Infrastructure

Neues Gas- und Dampfturbinenkraftwerk

Ein neuer, wichtiger Baustein für die Energiewende: Evonik baut ein weiteres Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Marl.

Mit einem weiteren Großprojekt setzen Evonik und Siemens ihre erfolgreiche Partnerschaft bei neuen Kraftwerken fort: Im Juni haben Evonik und Partner Siemens die Verträge für den Bau eines weiteren hocheffizienten Gas- und Dampfturbinenkraftwerks im Chemiepark Marl unterzeichnet.

Das Kraftwerk wird ein bestehendes Reservegaskraftwerk vor Ort ersetzen und ergänzt so ein ebenfalls neues Kraftwerk, für das die Bauarbeiten bei Evonik in Marl kürzlich begonnen haben. Das Spezialchemieunternehmen läutet damit konzernweit das Ende der Strom- und Dampferzeugung auf Basis von Steinkohle ein.

Bau soll noch in diesem Sommer starten

Die Bauarbeiten werden noch im Sommer 2020 beginnen, damit beide Kraftwerke 2022 in Betrieb gehen können. Die beiden neuen Anlagen erbringen mit einem Gesamtnutzungsgrad von über 90 Prozent eine Leistung von bis zu 270 Megawatt Strom (dem Bedarf von ungefähr 750.000 Haushalten) und können bis zu 660 Tonnen Dampf pro Stunde erzeugen. Alle Kraftwerke im Chemiepark Marl werden künftig im Verbund aus einem zentralen Leitstand betrieben.

„Wir wollen unsere absoluten Treibhausgasemissionen bis 2025 halbieren – das ist für Evonik zentrales Klimaziel. Der jetzt vereinbarte Neubau ist dafür ein weiterer wichtiger Schritt”, sagt Thomas Wessel, im Evonik-Vorstand zuständig für Nachhaltigkeit.

Sicherstellung klimafreundlicher & zukunftsfähiger Energieversorgung

Die neue Kraftwerksstruktur ist auf die optimale Versorgung des Standorts mit Dampf ausgelegt. Zudem ermöglicht sie bei Ausfällen und Störungen im öffentlichen Stromnetz für den Chemiepark Marl einen Inselbetrieb – die Kraftwerke können also Anlagen, die auf eine ununterbrochene Versorgung besonders angewiesen sind, selbst mit Strom oder Dampf weiterversorgen. Die hochflexible Laststeuerung der Kraftwerke kann darüber hinaus einen Beitrag leisten, schwankende Einspeisungen von erneuerbaren Energien auszugleichen – eine unverzichtbare Voraussetzung für die Energiewende. „Evonik stellt nachhaltige und effizienzsteigernde Produkte her. Damit tragen wir spürbar zur Senkung der CO2-Emissionen bei. Indem wir die Energieinfrastruktur von Evonik erneuern und umstellen, leisten wir einen weiteren Beitrag, um den CO2-Ausstoß zu senken“, sagt Rainer Fretzen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Evonik Technology & Infrastructure GmbH. Aus dem Dampfverbundnetz des Standorts erhalten außerdem rund 2.000 Marler Haushalte auch zukünftig Fernwärme.

„Wir freuen uns über den Vertragsabschluss. Das Kraftwerk ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Energiewende, den wir mit unserer hochmodernen Kraftwerkstechnologie erreichen. Siemens Energy unterstützt die Emissionsziele unseres langjährigen Partners Evonik, und wir setzen auch bei diesem Projekt auf vertrauensvolle Zusammenarbeit“, erklärt Jochen Eickholt, Vorstandsmitglied von Siemens Energy. Generalunternehmer ist auch bei diesem Projekt Siemens Energy, der gemeinsam mit dem internen Partner Siemens Financial Services die Realisierung der Anlagen verantwortet.