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Luftblasen im Wasser

Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen

SDG 6

Herausforderung:

Die Versorgung der Menschheit mit sauberem Wasser zur Ernährung und Körperhygiene sowie zur Nutzung für Landwirtschaft und Industrie ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Laut einer Veröffentlichung der Vereinten Nationen (UN: The Millennium Development Goals Report 2015) haben rund 1,8 Milliarden Menschen keinen Zugang zu Trinkwasser guter Qualität. Wasserknappheit betrifft mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung, und dieser Anteil wird künftig weiter ansteigen. Für 2,4 Milliarden Menschen ist kein Zugang zu grundlegenden Hygieneeinrichtungen verfügbar. Mehr als 80 Prozent des Abwassers wird ohne jede Behandlung in Flüsse oder Meere geleitet.
Unternehmen haben daher eine hohe Verantwortung beim Umgang mit der Ressource Wasser. Sie müssen die Wasserförderung möglichst niedrig halten, Brauchwasser wieder- und weiterverwenden und die Emissionen in Gewässer verringern. Besonders in Gebieten mit Wassermangel sollte auch sichergestellt sein, dass der Wasserverbrauch nicht zu Lasten der benachbarten Bevölkerung geht. Dazu gehören eine Bestandsaufnahme der Wasserentnahme, eine umfangreiche Analytik des Abwassers sowie eine transparente Berichterstattung dar-über. Außerdem sollten Unternehmen ihren Kunden Lösungen anbieten, die den Wasserverbrauch und die Emissionen in Gewässer verringern.

Beitrag von Evonik:

Evonik arbeitet stetig daran, seinen Wasserbedarf zu senken und Emissionen in Gewässer zu verringern. Daher haben wir uns zum Ziel gesetzt, die spezifische Wasserförderung bis zum Jahr 2020 um 10 Prozent zu reduzieren (Referenzjahr: 2012). Hierbei berücksichtigen wir Oberflächen-, Grund- und Trinkwasser. Wasser wird vor allem zu Kühlzwecken, als Prozesswasser in der Produktion und zur Dampferzeugung in den Kraftwerken eingesetzt. Um Frischwasser zu sparen, haben wir unter anderem Wasserverbundsysteme mit verschiedenen abgestuften Wasserqualitäten eingerichtet. Darüber hinaus wird die Verdunstungsmenge der Kühlkreisläufe vielfach durch Kondensat oder genutztes Trinkwasser ausgeglichen. 
Die Abwässer aus unseren Standorten werden sorgfältig kontrolliert, beispielsweise durch regelmäßige Probenahmen und kontinuierlich arbeitende Messgeräte. Zur Sicherung der Wasserverfügbarkeit finden an diesen Standorten regelmäßig Gespräche mit den zuständigen Behörden und weiteren Wassernutzern statt.
Über unser nachhaltiges Wassermanagement informieren wir auch im Rahmen unserer Beteiligung am CDP Water.
Auch unsere innovativen Produkte und Lösungen liefern Beiträge zur Unterstützung des SDG 6. Hierzu zählen Aminosäuren für die Tierernährung, die den Land- und Wasserverbrauch senken, sowie umweltschonende Wasch-, Reinigungs- und Desinfektionsmittel. Ein Beispiel hierfür ist das Biotensid REWOFERM® SL 446, das neben sehr guten Reinigungseigenschaften ein herausragendes toxikologisches und ökologisches Profil aufweist und vollständig biologisch abbaubar ist. Ferner bietet Evonik Lösungen zur Behandlung von kommunalen und industriellen Abwässern an.