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Junge mit Helm hält Reagenzglas

Hochwertige Bildung

SDG 4:

Herausforderung

Welche Chancen wir in unserem späteren Leben haben, entscheidet sich maßgeblich in der Kindheit und im Jugendalter. Bildung ist der Schlüssel zu langfristigem Wohlergehen und aussichtsreichen Zukunftschancen. Das gilt für den Einzelnen wie für ganze Nationen. Hochwertige Bildung für alle ist ein Ziel, dem die Menschheit in den zurückliegenden Jahrzehnten ein gutes Stück nähergekommen ist – eingelöst ist es gleichwohl noch lange nicht. Heute geben die OECD-Staaten rund 5 Prozent ihres Bruttosozialproduktes für Bildung aus, in den am geringsten entwickelten Ländern sind es etwas über 3 Prozent. In letzteren ist die Einschulungsquote der Primarschulen im Zeitraum 2000 bis 2015 von 83 auf über 90 Prozent gestiegen. Tatsache ist aber auch, dass Kinder aus den ärmsten Haushalten viermal seltener zur Schule gehen als ihre Altersgenossen aus den reichsten Haushalten der gleichen Länder (Quelle: United Nations: The Millennium Development Goals Report 2015, S. 24). Bildung ist die Voraussetzung für gute Arbeit. Das gilt auch für die entwickelten Länder, in denen sich die Arbeitswelt im Zuge der Digitalisierung radikal verändert. Die Sozialpartner stehen in der Pflicht, ihre Belegschaften darauf vorzubereiten. Gute Weiterbildung ist ein kontinuierlicher Anspruch – weltweit, branchenübergreifend und in allen Berufsgruppen. Sie ist nicht zuletzt auch ein wichtiger Treiber für nachhaltige Entwicklung. Denn Bildung und gute Arbeit sind notwendige Ausgangspunkte für das Erreichen vieler der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen.


Beitrag von Evonik

Zum Jahresende 2016 waren bei Evonik in Deutschland rund 1.950 junge Menschen in Ausbildung. An 17 Standorten wird in mehr als 40 anerkannten Berufen sowie in ausbildungsbegleitenden und kooperativen Studiengängen ausgebildet. Zahlreiche Lerninhalte der Aus- und Weiterbildung werden auch in chinesischer und englischer Sprache online zur Verfügung gestellt. Mit dem Programm „Start in den Beruf“ fördert Evonik Jugendliche, die keine Lehrstelle gefunden haben und die noch nicht über die Voraussetzungen für die erfolgreiche Aufnahme einer Berufsausbildung verfügen. Auch Flüchtlinge nehmen an dem Programm teil.
Mit „Young Spirit“ hat Evonik ein Programm ins Leben gerufen, das das Interesse junger Menschen an den Naturwissenschaften wecken und fördern soll. Evonik-Mitarbeiter besuchen Kindergärten und Grundschulen und begeistern Kinder durch Mitmachexperimente für naturwissenschaftliche Phänomene. Neue Wege geht Evonik mit dem „Evonik Cyber Classroom“, der weltweit von Partnerschulen eingesetzt wird, um naturwissenschaftliche Zusammenhänge in 3D-Technologie zu vermitteln.
Unter dem Namen „Summer Professional Enrichment“ (SPE) bieten wir Studenten der Fachrichtungen Ingenieurwissenschaften, Chemie, Wirtschaftswissenschaften und Marketing Praktikumsplätze in den USA im Innovationsmanagement an. Junge Mitarbeiter in den Vereinigten Staaten haben zudem die Möglichkeit sich am „International Professional Rotational Enrichment Program“ (IPREP) zu beteiligen. Teilnehmer durchlaufen innerhalb der ersten zwei Jahre bei Evonik drei verschiedene Stationen – zwei davon in den USA, eine in einem anderen Land. Sie sammeln in den beiden Programmjahren breite Erfahrungen in unterschiedlichen Fachgebieten und werden so optimal auf eine spätere Position im Unternehmen vorbereitet.
Ein Schwerpunkt der Evonik Stiftung liegt in der Vergabe von Stipendien zur Förderung naturwissenschaftlicher Forschungsarbeiten, vorrangig Promotionen. Ein weiteres Schlüsselprojekt ist das Deutschlandstipendium. Mit rund 200 Stipendiaten gehört die Stiftung bundesweit zu den größten Förderern des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung aufgesetzten Programms. Unterstützt werden Studenten, die sich durch gute Studienleistungen, aber auch durch ihr gesellschaftliches Engagement auszeichnen.
Gemeinsam mit der Evonik Stiftung und lokalen Partnern unterstützt Evonik in Südafrika ein Projekt des Vereins Utho Ngathi Südliches Afrika e.V. zur Inklusion von behinderten Menschen. Aufzucht und Verkauf von Hühnern und Eiern ermöglicht den Mitarbeitern ein kleines Einkommen. In diesem Rahmen wird neben speziellen Kenntnissen zur erfolgreichen Hühnerzucht auch kaufmännisches Wissen und der Umgang mit Computern vermittelt. Den Mitarbeitern bietet sich damit die Chance, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und gleichzeitig zur Ernährung ihrer Dorfgemeinschaften beizutragen.