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Spross in vertrockneter Erde

Maßnahmen zum Klimaschutz

SDG 13:

Herausforderung:

Der Klimawandel zählt heute zu den größten Herausforderungen der Menschheit. Schon jetzt beobachten wir extreme Veränderungen des Wetters, der Biosphäre und einen Anstieg des Meeresspiegels. Ohne weitere Maßnahmen wird sich die durchschnittliche Oberflächentemperatur langfristig um ca. 1,5 bis 4,5 Grad Celsius erwärmen (IPCC, 2013: Summary for Policymakers). Von dieser Veränderung wird vor allem die ärmste Bevölkerung betroffen sein. Daher haben sich die Staaten bei der Klimakonferenz in Paris im Jahr 2015 auf das verbindliche Ziel geeinigt, die Erderwärmung auf weniger als 2 Grad Celsius gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung zu begrenzen. Hierzu müssen alle Beteiligten, auch die Industrieunternehmen, beitragen.

Beitrag von Evonik:

Wir haben uns das Ziel gesetzt, bis 2020 unsere spezifischen Treibhausgasemissionen um 12 Prozent – bezogen auf das Jahr 2012 – zu senken, und sind damit auf gutem Weg. Eine wichtige Maßnahme war die Errichtung eines hocheffizienten Gas- und Dampfturbinen (GuD)-Kraftwerks am Standort Marl, das neben erheblichen Einsparungen bei der CO2-Emission auch zur Netzstabilisierung beiträgt und damit regenerative Energien unterstützt. Der Evonik Carbon Footprint (ECF) hilft uns dabei, unsere Gesamtemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu ermitteln und Handlungsbedarfe zu identifizieren. Er zeigt auch, dass 95 Mio. t CO2-Äquivalente (CO2e) über den Lebenszyklus der Anwendungen von ausgewählten Produkten, die von Evonik 2016 hergestellt wurden, eingespart werden können.
Die transparente und offene Berichterstattung über unsere Klimaschutzaktivitäten ist uns wichtig. Neben dem Nachhaltigkeitsbericht und dem ECF zählt dazu auch unsere Teilnahme am CDP Climate Change.

Darüber hinaus engagiert sich Evonik in der „Low Carbon Technology Partnerships Initiative“ des World Business Council for Sustainable Development. Hiernach haben Produkte und Lösungen der chemischen Industrie das Potenzial, von 2030 an jährlich bis zu 1 Gigatonne an zusätzlichen CO2e-Einsparungen in den Märkten Bau, Automotive, Verpackung und Lebensmittel zu ermöglichen. Durch die Entwicklung neuer Technologien könnten in der chemischen Produktion weitere Einsparungen von rund 0,4 Gigatonnen CO2e erreicht werden.

Auch unsere Stakeholder erwarten von uns, dass wir mit Innovationen zukunftsträchtige Produkte und Lösungen entwickeln, die dem Klimawandel begegnen. Die Nachhaltigkeitsanalyse unserer Geschäfte hat gezeigt, dass heute bereits mehr als 50 Prozent unserer Produkte einen nachweislichen Beitrag zur Ressourceneffizienz in der Anwendung bei unseren Kunden leisten. Hierzu zählen Produkte für den Leichtbau in Verkehrsmitteln, Additive im „grünen Reifen“ zur Verringerung des Rollwiderstandes, Systemlösungen für Wind- und Solarenergieanlagen, Schmierstoffadditive für verbesserte Kraftübertragung und Langlebigkeit, Biogas-Separationssysteme, Isoliermaterialien, Futtermitteladditive und vieles mehr.