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SGB 12 Nachhaltigkeit Produktion und Konsum

Nachhaltiger Konsum und Nachhaltige Produktion

SDG 12:

Herausforderung

Seit Beginn der Industrialisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts ist der Einfluss des Menschen auf unseren Planeten kontinuierlich gewachsen. Neben vielen positiven Errungenschaften hat das unübersehbar auch eine ganze Reihe negativer Folgen gebracht: Die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen zeigt sich an vielen Stellen, vom Klimawandel, über die Abholzung von Regenwäldern, bis hin zur Auslaugung von Ackerböden oder der Überfischung der Weltmeere. Mit unseren hergebrachten Konsummustern gefährden wir längst schon das Wohlergehen künftiger Generationen.Über 7 Milliarden Menschen verbrauchen heute weit mehr natürliche Ressourcen als die Erde zur Verfügung stellen kann. 129 Millionen Hektar Wald sind nach Angaben der Weltbank allein zwischen 1990 und 2015 verloren gegangen. (Quelle: Weltbank. World Development Indicators 2016). Der Living Planet Report 2016 des World Wildlife Fund berichtet, dass zwischen 1970 und 2012 die globale Population von Fischen, Vögeln, Säugetieren, Amphibien und Reptilien um knapp 60 Prozent zurückgegangen ist. 
Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster zu etablieren, heißt für Unternehmen, bessere Produkte bei vermindertem Ressourceneinsatz bereitzustellen. Für Verbraucher heißt es, gezieltere Kaufentscheidungen zu treffen und bewusster zu konsumieren. Beide Seiten sind gleichermaßen in der Pflicht, wenn es darum geht, Abfälle zu reduzieren und Wertstoffkreisläufe zu stärken.



Beitrag von Evonik

Mit seinem Einkaufsvolumen hat Evonik einen nennenswerten Einfluss auf Umwelt und Gesellschaft. Bei unseren Lieferanten achten wir sorgfältig auf die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards und unterziehen bestimmte, insbesondere auch nachwachsende Rohstoffe einer gesonderten Betrachtung. Im Evonik-Konzern liegt der Anteil nachwachsender Rohstoffe bei rund 9 Prozent.Als Spezialchemieunternehmen und Unterzeichner der Responsible Care Global Charter arbeiten wir kontinuierlich daran, mit weniger Rohstoffeinsatz mehr zu erreichen. In unseren Anlagen produzieren wir ressourcenschonend und setzen auf kontinuierliche Prozessoptimierungen. Die Verantwortung dafür liegt bei Experten in den operativen Einheiten, bei unserer Verfahrenstechnik und bei unserem Team SEEC (Simplification, Excellence, Empowerment and Cooperation). Daneben entwickeln wir auch neue bahnbrechende Technologien. Die jüngste Innovation haben unsere Ingenieure „LiMA“ getauft. Das Akronym steht für „Leading in Methacrylates“ und ist ein besonders effizientes und nachhaltiges Verfahren zur Herstellung von Methylmethacrylat.
Unseren Kunden bieten wir ressourcenschonende und energieeffiziente Lösungen, mit denen diese ihren ökologischen Fußabdruck verbessern und sich so positiv im Wettbewerb unterscheiden können.
Unsere Aminosäuren für die Tierernährung und die damit verbundenen fachlichen Services für Kunden verbessern die Futterverwertung und sorgen für eine verbesserte CO2-Bilanz, weniger Überdüngung und niedrigere Gewässerbelastung. Mit dem AMINOFootprint®2.1 stellt das Geschäftsgebiet Animal Nutrition eine webbasierte App für Laptops und Tablets zur Verfügung, die es Nutzern ermöglicht, den ökologischen Fußabdruck in der Tierernährung zu kalkulieren. Das Portal F@ces (Feed Additives Commercial Electronic SolutionsTM) bietet weitere Funktionen wie vollautomatische Dosiersysteme.
Unser Silica-Silan-System für „grüne“ Leichtlaufreifen senkt den Spritverbrauch um bis zu acht Prozent und sorgt gleichzeitig für bessere Haftung auf nassen Straßen.
Unsere Öladditive geben Baumaschinen und Nutzfahrzeugen mehr Leistung bei geringerem Kraftstoffverbrauch und tragen damit zu sinkenden Emissionen bei. Gleichzeitig helfen sie, die Lebensdauer des eingesetzten Materials zu verlängern.
Das Geschäftsgebiet Personal Care hat mit CAREtain eine Plattform für nachhaltige Innovation entwickelt, die den Kunden Detailinformationen zu den Nachhaltigkeitseigenschaften von Kosmetikrohstoffen liefert und darauf abzielt, Kosmetikprodukte nachhaltiger zu machen.
Gebäude verbrauchen rund 40 Prozent der weltweiten Energie. Unsere langlebigen CALOSTAT®-Dämmplatten aus Siliciumdioxid sind recycelfähig und nicht entflammbar. Sie erzielen extrem gute Dämmwerte, schützend vor Kälte wie Hitze und senken so wirksam den Energieeinsatz.
Allein mit unseren vier Produkten „Grüne“-Reifen-Technologie, Aminosäuren in der Tierernährung, Schaumstabilisatoren für Dämmmaterialien und Öladditive in Hydraulikölen haben wir 2016 – über den gesamten Lebenszyklus der jeweiligen Anwendungen betrachtet – im Vergleich zu konventionellen Alternativen Treibhausgaseinsparungen in einem Umfang von gut 95 Millionen t CO2-Äquivalenten ermöglicht.