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SDG 1: Keine Armut

Keine Armut

SDG 1:

Herausforderung 



Als der Präsident der Weltbank im Jahr 2015 bekannt gab, dass der Anteil der Menschen, die weltweit in extremer Armut leben, nach Hochrechnungen seiner Organisation erstmals die Zehn- Prozent-Marke unterschreiten würde, merkte man Dr. Jim Yong Kim an, wie sehr er sich darüber freute: „Wir sind die erste Generation in der Geschichte der Menschheit, die die extreme Armut beenden kann.“
Waren es 1990 noch rund 30 Prozent der Weltbevölkerung, die in extremer Armut lebten, so sank dieser Anteil im Jahr 2012 auf rund 13 Prozent und 2015 auf rund 9 Prozent ab. Das heißt aber nicht, dass diejenigen, die nicht mehr als extrem arm gelten – die offizielle Armutsgrenze der Weltbank stieg 2015 von 1,25 US-Dollar auf 1,90 US-Dollar täglich an – ein unbeschwertes Leben führen. Auch mit wenigen Dollar am Tag ist das Leben hart. Die Zahlen zeigen, für eine steigende Zahl von Menschen ist das Leben mehr als der tägliche Kampf ums Überleben. Viele sind sogar dabei, in die Mittelschicht aufzusteigen. Dazu zählt nach den Kriterien der Weltbank derjenige, dem mehr als 4 US-Dollar am Tag zur Verfügung stehen. Diese Zahl hat sich bis 2015 verdreifacht. Besonders erfolgreich bei der Verminderung von Armut war China. Dem Land gelang dies durch die Einbindung in die globale Wirtschaft und das damit verbundene Wirtschaftswachstum. Insbesondere in Afrika ist aber noch großer Aufholbedarf.
Unternehmen sind gefragt, wenn es um Schaffung von Arbeitsplätzen und ausreichende Löhne geht. Voraussetzung dafür ist der Zugang der Ärmsten zu Bildung und Gesundheit. Hier wird deutlich, dass dieses SDG mit zahlreichen anderen Zielen der nachhaltigen Entwicklung in enger Verbindung steht.


Beitrag von Evonik



Seit vielen Jahren betreibt Evonik – wie auch bereits die Vorläufergesellschaften – zahlreiche Produktionsstandorte in den weniger entwickelten Ländern Asiens, aber auch Süd- und Mittelamerikas sowie Südafrikas. Der Bau neuer Produktionsanlagen schafft oder sichert nicht nur Arbeitsplätze im Konzern, sondern auch in zuliefernden Unternehmen, etwa der Bauindustrie.
An den Produktionsstandorten von Evonik haben zahlreiche Menschen gute und gutbezahlte Arbeit gefunden, die sie aus dem Teufelskreis der Armut ausbrechen lässt. Diese Arbeit erlaubt es ihnen, Familien zu gründen, am kulturellen und sozialen Leben teilzuhaben und Kinder in die Schule zu schicken, weil diese nicht zum Lebensunterhalt der Familie beitragen müssen. Die Mitarbeiter von Evonik – ebenso wie das Unternehmen selbst – zahlen Steuern, die es dem Staat wiederum ermöglichen, etwa in Infrastruktur und Bildung zu investieren. Mitarbeiter wiederum kaufen von ihrem Gehalt unter anderem Nahrungsmittel, Kleidung und Dienstleistungen ein und schaffen so weitere Verdienstmöglichkeiten für Dritte.
Es gehört zur Einkaufspolitik des Unternehmens, Rohstoffe nach Möglichkeit lokal – also in geografischer Nähe zu unseren Standorten – zu beschaffen. So sorgen wir für neue Arbeitsplätze oder sichern vorhandene. Weltweit haben wir im Jahr 2016 mehr als 70 Prozent unseres Einkaufvolumens von insgesamt 7,6 Mrd. Euro lokal beschafft.
Armut gibt es nicht nur in den weniger entwickelten Ländern, auch in den Industriestaaten und entwickelten Ländern sind Menschen von Armut betroffen. In Deutschland kommt hier die Evonik Stiftung ins Spiel. Mit ihrem sozialen Engagement hilft sie insbesondere Kindern in Not. Dieses Engagement soll soziale Benachteiligungen ausgleichen. So erhielt der Deutsche Kinderschutzbund anlässlich des Weihnachtsfestes 2017 eine Spende, die die Arbeit seiner Ortsverbände an 16 deutschen Evonik-Standorten unterstützt. In unmittelbarer Nachbarschaft der Evonik-Konzernzentrale in Essen fördert die Evonik Stiftung zudem soziale Projekte ausgewählter Partner, die vor allem auf die Unterstützung bildungsbenachteiligter Kinder zielen.