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Biotechnologie im Alltag

In fast allen Lebensbereichen stoßen wir auf Produkte, die mithilfe von Mikroorganismen hergestellt werden – in Softdrinks, beim Wäschewaschen, in Pharmaprodukten. Nach und nach ersetzen mikrobiologische Prozesse die Petrochemie.

Bakterien, Schimmelpilze und Hefen sind geniale Chemiker. Auf engstem Raum managen sie in ihren Zellen hochkomplexe Prozesse. Ihr Stoffwechsel verwandelt Rohstoffe wie Zucker und Fette in viele andere Substanzen. Die Mikroorganismen reichern diese Produkte in ihren Zellen an oder schleusen sie als "molekularen Abfall" nach außen. Und was die Bakterien und Pilze produzieren, kann für den Menschen äußerst nützlich sein. Lebensmittel werden dadurch nicht nur haltbarer, sondern auch schmackhafter und aromatischer: Joghurt, Sauerkraut und Wein sind bekannte Beispiele dafür. Mittlerweile helfen uns Bakterien, Hefepilze und Co. aber auch bei der Körperpflege, beim Arztbesuch oder Autofahren. Um die vielfältigen Produkte herzustellen, arbeiten die Mikroorganismen mit biochemischen Spezialwerkzeugen, den Enzymen, im Verbundsystem. Biotechnologische Verfahren können also entweder isolierte Enzyme oder aber die kompletten Mikroorganismen wie Bakterien, Hefe- oder Schimmelpilze nutzen. Die Vorteile der sanften Chemie mit Enzymen: Die Prozesse sind umweltfreundlicher, weil sie weniger Chemikalien und Energie benötigen. Zudem lassen sich alternative Rohstoffquellen verwenden und neue, nachhaltige Produkte herstellen. In den letzten zehn Jahren entwickelte die Industrie Instrumente zur Anwendung biotechnologischer Verfahren, um deren Qualitäten anstelle petrochemischer Prozesse zunehmend zu nutzen.

 

 
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