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Wellness-Oase statt Pendlerstress


Von einem Ort zum anderen, gesteuert durch den Autopiloten – im Flugzeug haben wir uns längst daran gewöhnt, dass die Technik einen Teil der Strecke weitgehend selbstständig steuert. Im Straßenverkehr ist das noch Zukunftsmusik. Doch Autofirmen und Zulieferer arbeiten intensiv am autonomen Fahren und rechnen damit, dass es sich in absehbarer Zeit durchsetzen wird. Dann wird für den Fahrer viel Zeit frei. Um diese sinnvoll nutzen zu können, bietet ein völlig neu gestalteter Innenraum eine breite Palette von Möglichkeiten. Ein neuartiges Konzeptauto führt das jetzt vor. Evonik ist mit hoch entwickeltem PLEXIGLAS® dabei.


Unfalle im Straßenverkehr sind auf menschliches Versagen zurückzuführen. Ist der Fahrer auch nur einen Sekundenbruchteil abgelenkt, kann es bereits zum Zusammenstoß kommen. Einem Computer wird das kaum passieren, denn er lässt sich nicht ablenken wie der Mensch und seine Reaktionszeit ist deutlich kürzer. Doch Unfallvermeidung ist nur einer der Gründe, die dafür sprechen, autonomes Fahren in den Straßenverkehr einzuführen. Es kann auch helfen Staus zu vermeiden, Zeit und Geld zu sparen sowie Abgase zu reduzieren. Ebenso böte autonomes Fahren fürs Carsharing neue Perspektiven: Nicht der Fahrer muss die nächste Carsharing-Station aufsuchen, sondern das Auto kommt direkt zu ihm.

Große Autobauer arbeiten intensiv daran, autonomes Fahren Wirklichkeit werden zu lassen. Schon heute zahlen hochentwickelte technische Elemente wie Bremsassistenten, Warnsysteme oder Einparkhilfen in der gehobenen Fahrzeugklasse zum Standard. "Die Technik ist weit fortgeschritten, die Hersteller und Zulieferer sprechen von einer Umsetzung in den nächsten vier bis sechs Jahren", sagt Frank M. Rinderknecht, Inhaber der Firma Rinspeed. Der Schweizer Entwickler hat auf dem Genfer Autosalon 2014 nicht nur ein fahrbereites Modell präsentiert, sondern gleichzeitig gezeigt, dass die neue Technik den Fahrzeuginnenraum komplett verändern wird: Sein Konzeptfahrzeug XchangeE eröffnet hier neue Welten.

Zeit zum Arbeiten und zum Entspannen

Autonomes Fahren schafft für den Wagenlenker ungeahnte Freiräume. Er braucht den Blick noch nicht einmal mehr auf die Straße zu richten, das Lenkrad schiebt er einfach zur Seite. So gewinnt er jede Menge freie Zeit: durchschnittlich zwei Wochen pro Jahr, wie die Unternehmensberatung A.T.Kearney herausfand. Mehr als 20.000 Minuten also, die der Fahrer zum Entspannen, zur Unterhaltung oder zum Arbeiten nutzen kann. Genau dafür wollen Autobauer ihm ein schönes Ambiente bieten. Evonik Industries wirkt daran durch seinen Spezialkunststoff PLEXIGLAS® mit. Denn das Acrylglas bietet Designern große Freiheit in der Formgebung und erlaubt gleichzeitig die Integration verschiedener Funktionen. PLEXIGLAS® LED für Kantenbeleuchtung findet sich im XchangE in der Dachinnenseite sowie im Lenkradquerträger. Hier schafft das Licht streuende, transparente Spezialprodukt von Evonik ein ansprechendes Farbenspiel. Die Farbgebung können die Insassen individuell steuern, ganz nach Stimmungslage. So kann bereits die Rückfahrt von einem anstrengenden Arbeitstermin zum vorgezogenen, entspannten Feierabend werden. Sonnengelbe Beleuchtung zu Karibik-Klängen aus der Stereoanlage oder azurblaues Licht zu Meeresrauschen – der Phantasie und dem individuellen Geschmack sind keine Grenzen gesetzt. Auch der Start in den Arbeitstag birgt Entspannungspotenzial: Anstatt den Toast zu Hause im Stehen zu verschlingen, lässt es sich direkt im Auto in pastellfarbenem Ambiente entspannt frühstücken. Wer mochte, kann dabei das morgendliche Nachrichtenmagazin sehen oder den aufgezeichneten Film vom Vorabend anschauen.

Ein Projekt, das Maßstäbe setzt

PLEXIGLAS® hat sich im Automobilbau bereits bewährt. Es besticht durch Witterungs- und Alterungsbeständigkeit und kann beliebig eingefärbt werden, was das Lackieren und Laminieren überflüssig macht: ein Punkt fur die Umweltfreundlichkeit. Mit seinem geringen Gewicht sorgt das Material zudem für Spritersparnis. Im XchangE findet es sich deshalb an weiteren Stellen, unter anderem in hochglänzenden dekorativen Blenden, der Verkleidung der Mittelkonsole, den Heckspoilern, der Abdeckung der Heckleuchten sowie den Scheinwerferoptiken.

Rinspeed-Chef Rinderknecht, der jedes Jahr ein neues Konzeptfahrzeug präsentiert, ist mit der Zusammenarbeit mit Evonik hoch zufrieden: "Für uns ist entscheidend, aus allen Fachbereichen des Automobils kompetente Partner zu haben. Die Materialien von Evonik sind ein wichtiger Beitrag zu innovativer Fahrzeugentwicklung", sagt er. Mit seinem Automotive Industrie Team (AIT) setzt Evonik immer wieder neue Impulse für die Mobilitat der Zukunft. "Spezialisten aus verschiedenen Geschäftsbereichen entwickeln gemeinsam innovative Lösungen fur den Autobau in den Feldern Leichtbau, Kraftstoffeinsparung, Beleuchtungs- und Oberflächentechnologie", erklärt Rudolf Blass vom AIT.

Der Fahrspaß übrigens geht nach Meinung der Experten durch automatisiertes Fahren nicht verloren. Auf ruhigen Strecken mit wenig Verkehr darf man getrost die klassische Fahrweise beibehalten. "Es geht um eine Assistenzfunktion, die der Fahrer ein- und ausschalten kann", erklärt Rinderknecht. "Wenn ich von Frankfurt nach Mannheim fahre, kann ich sie gut nutzen. Über einen schönen Alpenpass dagegen setze ich mich lieber selbst ans Lenkrad."

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