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Schutz auf der Straße


Markierungen mit DEGAROUTE® erhöhen die Sicherheit und schonen die Umwelt.


Hier liegen Perlen auf der Straße: Winzige Glasperlen, in die Fahrbahnmarkierung eingelassen, reflektieren das Scheinwerferlicht bei Dunkelheit und bei Nässe. Deshalb sind die Markierungen auch bei Nacht, Nebel und Regen noch deutlich zu erkennen. Das bringt mehr Sicherheit. Durch ihre Struktur sind die Linien und Flächen außerdem extrem strapazierfähig.

Solche strukturierten, dreidimensionalen Markierungen können mit verschiedenen Systemen auf die Straßen gebracht werden. Eines davon ist die Kaltplastik-Markierung auf Basis des Reaktionsharzes DEGAROUTE® von Evonik Industries. DEGAROUTE® hat sich in dieser Anwendung seit mehr als 50 Jahren bewährt, die Qualität des Produkts überzeugt längst. Doch in jüngster Zeit spielt nicht nur die Sicherheit, sondern auch der Umweltaspekt eine immer wichtigere Rolle. Das steigende Verkehrsaufkommen erfordert mehr und mehr Markierungen – und die sollen nicht zu Lasten der Umwelt gehen.

Einfluss auf die Umwelt untersucht

Deshalb hat Evonik sich mit seinen DEGAROUTE®-basierten Straßenmarkierungen einem Vergleich mit drei weiteren, gängigen Markierungssystemen gestellt: Heißspritzplastik, Farbe auf Lösungsmittelbasis  sowie Farbe auf Wasserbasis. Die Umweltauswirkungen aller vier Systeme hat das Spezialchemieunternehmen in einer umfassenden Ökobilanz, einem so genannten Life Cycle Assessment (LCA), bewerten lassen. Dieses systematische Werkzeug analysiert, welchen Einfluss ein Produkt während seines gesamten Daseins auf die Umwelt hat. Eine LCA-Studie berücksichtigt die komplette Wertschöpfungskette, von den eingesetzten Rohstoffen über Produktion und Anwendung bis hin zu Entsorgung oder Recycling. Auch Transport und Verpackungsmaterialien fließen in die Bilanz ein.

Im konkreten Fall wurde die Erstausstattung einer zweispurigen, einen Kilometer langen Strecke mit einem Mittelstreifen und zwei Randstreifen untersucht. Der Betrachtungszeitraum betrug zehn Jahre. Das ist die Spanne, nach der eine Fahrbahndecke üblicherweise erneuert wird. Die Markierungen müssen in dieser Zeit, je nach verwendeter Technologie, unterschiedlich oft neu aufgetragen werden.

Laut den Ergebnissen der LCA-Studie ist Kaltspritzplastik mit DEGAROUTE® den anderen Technologien in ihrer Ökobilanz um Längen voraus. Insbesondere wegen ihrer Langlebigkeit hat sie beste Bewertungen erhalten. Denn, so die Studie, vor allem die Lebensdauer einer Markierung ist entscheidend für das Ausmaß der Umweltbelastung. Und in diesem Punkt haben die Systeme auf Lösungsmittel- und Wasserbasis das Nachsehen. So musste Farbe auf Lösungsmittelbasis im Untersuchungszeitraum zehn Mal aufgetragen werden, um die Markierung zu erhalten, DEGAROUTE®-basierte Kaltspritzplastik dagegen nur vier Mal. Heißspritzplastik schneidet in punkto Langlebigkeit ähnlich gut ab, hat jedoch einen höheren Materialverbrauch.

Zu verdanken ist die hohe Haltbarkeit vor allem dem Markierungsmaterial in Kombination mit den aufgebrachten Glasperlen. Die Haltbarkeit ist es auch, so die LCA-Studie, die über den CO2-Ausstoß und damit über das Erderwärmungspotenzial der einzelnen Systeme entscheidet. Dieses liegt bei Heißspritzplastik rund 50 Prozent höher als bei DEGAROUTE®-basierter Kaltspritzplastik mit Zusatz von Glasperlen, bei Farbsystemen sogar rund 80 Prozent höher. Der Schritt des Auftragens stellt dagegen nur einen kleinen Beitrag zum Erderwärmungspotenzial dar. Mit Ausnahme der Heißspritzplastik: Sie muss geschmolzen bei hohen Temperaturen aufgetragen werden, dafür ist der Einsatz von Gasbrennern erforderlich.

Der Einsatz von DEGAROUTE® in Kombination mit den Glasperlen sorgt also für eine hohe Nutzungsdauer und damit auch für die gute Ökobilanz. "Die Kaltplastik-Markierungen auf Basis von DEGAROUTE® weisen höchste Qualität und Beständigkeit auf", sagt Dr. Harald Guder, Geschäftsführer der Limburger Lackfabrik GmbH, Deutschlands führendem Hersteller von Straßenmarkierungs-stoffen. "Insbesondere auf dicht befahrbaren Streckenabschnitten, wie Kreuzungen oder Hauptverkehrsstraßen, überzeugt die Lebensdauer der Kaltplastik." Doch noch ein weiterer Pluspunkt spricht für die Ökobilanz der DEGAROUTE®-basierten Kaltplastik: Sie härtet sehr schnell aus und kann deshalb im fließenden Verkehr aufgebracht werden. "So werden Staus und Umleitungen durch Straßensperrungen vermieden", sagt Markierungsspezialist Guder. "Und weil Kaltplastik-Markierungen weniger häufig aufgetragen werden müssen als andere Systeme, sind insgesamt weniger Eingriffe in den Verkehr nötig." All das mindert den CO2-Ausstoß.

Während die haltbareren Kalt- und Heißspritzplastiksysteme sich also überall dort als ressourceneffiziente Lösungen erweisen, wo die Verkehrsbelastung hoch ist, sind Farbsysteme an jenen Stellen eine gute Alternative, an denen geringeres Verkehrsaufkommen herrscht.

Die LCA-Studie wurde gemäß ISO 14040 durchgeführt und von unabhängigen Experten aus Industrie, Wissenschaft und Forschung kritisch geprüft: Die Universität Stuttgart, das LCA-Fachunternehmen PE International, ein anerkannter Markierungsfachmann sowie ein weltweit führender Anbieter von Straßenmarkierungen bescheinigten ihr ein Höchstmaß an wissenschaftlicher Qualität und Objektivität. Im Frühjahr 2012 erfolgte die Zertifizierung gemäß ISO 14044.

Damit stehen der Straßenmarkierungsindustrie und deren Abnehmern erstmals wissenschaftlich abgesicherte Daten zu den Umweltauswirkungen von vier maßgeblichen Markierungstechnologien zur Verfügung.

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