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Chinas Luftfahrt Flügel verleihen


Der Hartschaumstoff ROHACELL® von Evonik sorgt für mehr Leichtigkeit im neuen Passagierjet C919.


China steigt auf: Das Reich der Mitte hat den riesigen Binnenmarkt für Passagierflugzeuge für sich entdeckt und will ihn aus eigener Produktion versorgen. Die C919 ist das erste chinesische  Mittelstreckenflugzeug, das vollständig in der Volksrepublik entwickelt und gefertigt wird. 2014 soll es zum Jungfernflug abheben, 2016 will die Commercial Aircraft Corporation of China Ltd. (COMAC) die ersten Serientypen ausliefern. Das Interesse an dem neuen Flieger ist nach Angaben des Flugzeugbauers hoch, seit COMAC den Prototypen des Jets im November 2010 auf der Luftfahrtmesse Airshow China präsentierte. Das Modell soll als ebenbürtige Alternative zu den Passagiermaschinen der Branchengrößen Boeing und Airbus auf den Markt kommen. Sämtliche Fluggesellschaften der Volksrepublik – von Air China über China Eastern bis hin zu China Southern Airlines – wollen die  Passagier-maschine "made in China" und "made for China" künftig auf ihren Inlandsflügen einsetzen.  Zwischen 160 und 190 Passagiere wird das Flugzeug bei einer Reichweite von bis zu 5.500 Kilometern je nach Version befördern können.

Schlüsseltechnologien für energieeffiziente Lösungen

Hersteller COMAC überlässt bei der Entwicklung des neuen Flugzeugs nichts dem Zufall. Strategische Partner, die die richtige Mischung aus Branchenkenntnis, Erfahrung und Innovationsfähigkeit mitbringen, sind bei Planung und Konstruktion mit an Bord. Das Triebwerk der C919 kommt zum Beispiel von General Electric. Evonik Industries liefert eine passgenaue Leichtbauanwendung für den Jet. Dank dieser spart der Jet etliche Kilos an Gewicht ein und verbraucht weniger Treibstoff. Das macht ihn besonders energieeffizient.

Für den hinteren Teil des Flugzeugrumpfs, das sogenannte Kabinen-druckschott, haben die Experten von Evonik den Prototypen eines Großbauteils aus ROHACELL® entwickelt. Dieser Verbundwerkstoff auf PMI-Basis (Polymethacrylimid) ist zum einen sehr leicht – ein wichtiger Faktor, denn in der Luftfahrt zählt jedes Kilo. Zum anderen verhilft er zu mehr Steifigkeit, macht den Rumpf stabiler und erhöht so die Sicherheit. "Nur fünf Monate nach Freigabe der Entwürfe haben wir das Formteil gebrauchsfertig geliefert und stehen COMAC auch bei der Weiterentwicklung zur Seite", erklärt Uwe Lang, Marketing-Experte von Evonik im Bereich Aircraft und Ansprechpartner für den chinesischen Markt. "Die Flugzeugbauer wollen hochwertige Materialien bei leichtem Gewicht und wirtschaftlich soll das Ganze natürlich auch sein. Da kann ROHACELL® überall punkten", so Lang weiter. Kein Wunder, dass der Verbundwerkstoff schon seit vielen Jahren ein gefragtes Material in der Luftfahrtindustrie ist.

Passgenaue Lösungen finden

Leichtigkeit und Steifigkeit sind die herausragenden Eigenschaften des Hartschaumstoffs. Darüber hinaus verlässlich, also haltbar und robust. Wer im Wettbewerb ganz vorne mitspielen will, muss aber noch mehr bieten. „Wenn der Kunde versteht, wie er unser Material bestmöglich in seine Konstruktion einbauen kann, haben wir einen guten Job gemacht und werden als Partner auf Augenhö he anerkannt", so der Marketing-Experte. Dazu brauche es ein tiefes Material-verständnis und viel persönliche Beratung. Flugzeugbauer COMAC hat die hohe Lösungskompetenz von Evonik überzeugt und die Zusammenarbeit erweitert: für das Leitwerk und die Flügelstruktur entwickeln die Experten neue Anwendungen aus ROHACELL®.

Auch andere Branchen entdecken mehr und mehr die Vorteile des  Verbundwerkstoffs für ihre Zwecke. Die Automobilindustrie – seit Jahren schon ein Kunde in diesem Bereich – greift bei immer mehr Fahrzeugteilen auf Leichtbaulösungen zurück. Leicht und gleichzeitig stabil: So lässt sich Treibstoff sparen und der CO2-Ausstoß senken. Davon haben alle etwas: Reisende in der Luft oder an Land genau wie diejenigen, die neue Flugzeuge oder Autos an den Start bringen.

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