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Haargenau getestet


Kräftig, glänzend und voller Volumen. Solche Haare wünscht sich jeder. Doch Fön, Glätteisen, Sonne und trockene Heizungsluft machen der Pracht auf dem Schopf zu schaffen. Moderne Pflegeprodukte schaffen Abhilfe. Im Haarlabor von Evonik Industries testen Experten Rohstoffe, die Bestandteil von Shampoos und Haarkuren sind. Auch aktuelle Trends bei den Verbrauchern behalten sie dabei haarscharf im Auge.


Uta Kortemeier zieht den grobzahnigen Kamm durch die blonde Haarsträhne. Ihr Blick ist konzentriert, sie scheint jeden kleinsten Widerstand zu erspüren. Schließlich gleitet der Kamm mühelos durch die Strähne. Sie ertastet vorsichtig die Längen und Spitzen mit den Fingern. Die Chefin des Haarlabors und ihr Team testen an echten Haaren, ob die Rohstoffe für bessere Kämmbarkeit, Glanz und Volumen sorgen und die Haare auch nach einem Sonnenbad oder dem Styling mit Fön und Glätteisen noch gut aussehen lassen.

Strohiges Haar, stumpfe und dünne Strähnen entsprechen nicht dem Schönheitsideal. Ob in Modemagazinen, der Werbung oder beim Schaulaufen auf der Ausgehmeile: Gesundes, gepflegtes Haar muss sein. Wer mit Glätteisen und Fön für angesagte Frisuren sorgt, kann dem gesunden Haar allerdings auch arg zusetzen. Doch mit der richtigen Pflege lassen sich Schäden verhindern, verzögern oder beheben. Entscheidend sind die passenden Rohstoffe.

Evonik stellt zahlreiche Rohstoffe - Pflegezusätze, aber auch Tenside und Verdickungsmittel - für Shampoos, Spülungen und Haarkuren her. Tenside reinigen das Haar, Verdickungsmittelsorgen für die richtige Zähflüssigkeit. Die Pflegezusätze (Additive) geben dem Haar eine glatte Struktur und schützen vor Hitze und Ultraviolett(UV)-Licht.

Einfaches Prinzip, exzellenter Effekt

Doch wie funktioniert der pflegende Effekt? Die Pflegeadditive bestehen aus modifizierten Silikonen oder basieren auf nachwachsenden Rohstoffen wie Rapsöl oder Kokosöl. Letztere sind organische Verbindungen, die positiv geladen sind. Das Haar hingegen ist negativ geladen. Positiv und negativ ziehen sich an. So bleiben Substanzen wie Wachse und Öle am Haar haften und glätten es. Auch die Silikone glätten die Haare, indem sie einen Film bilden. Sie kommen vor allem in Shampoos zum Einsatz, da sie sich besser mit den Tensiden vertragen.

Uta Kortemeier füllt ein Gefäß mit Wasser. Dazu kommt Glycerin. Auf einer kleinen Kochplatte erhitzt sie die Flüssigkeit auf 65 °C (Celsius). Dann gibt sie zwei verschiedene Sorten weißer Pellets hinzu: das Pflegeadditiv und Fettalkohol. Der Fettalkohol sorgt dafür, dass die Substanz cremig wird und unterstützt die glättende Wirkung des Pflegeadditivs. Kortemeier verrührt alles mit einem Mixerstab. Fertig ist die Haarspülung für den Test im Labor.

Immer neue Varianten testen

Uta Kortemeier und ihre Kollegen stellen immer mehrere Varianten eines Testprodukts her. Die Basis bleibt gleich, der Wirkstoff wird ausgetauscht. Nur die Varianten, die den Test auf der Haarsträhne erfolgreich absolviert haben, bekommen eine Chance, später auch auf den Köpfen der Kunden die erwünschte positive Wirkung zu zeigen. Doch davor steht noch ein weiteres Stück "Kopfarbeit" – an der Frisierpuppe. "Abigail" haben die Labormitarbeiter sie genannt. An ihr teilt ein Mittelscheitel die Haarpracht. Auf jeder Seite massiert Kortemeier eine andere Zusammensetzung des Produkts ein. Schon beim Auftragen spürt sie, ob die Spülung sich gut verteilen lässt. Ob sie zu dünn- oder zu dickflüssig ist. Lässt sie sich danach gut auswaschen? Und wie lassen die Haare sich danach kämmen. Glänzen sie nach dem Trocknen oder sind sie stumpf? "Die sensorischen Tests sind wichtig. Auch der Verbraucher spürt bei der Anwendung direkt, ob die Spülung diese Punkte erfüllt", erklärt Kortemeier, warum das eigene Fingerspitzengefühl so wichtig ist. Denn die Sanftheit einer Spülung beim Auftragen, das Gefühl, dass das Haar sich gut kämmen lässt und gut liegt, und der optische Eindruck von Glanz und Volumen sind wichtig für die Verbraucher.

Die Wirkstoffe im Pflegeprodukt entwickeln die Kollegen von der Forschung. Sie setzen ständig neue Substanzen zusammen, die den gewünschten Nutzen bringen könnten. Trends wie Haarefärben und Glätten machen immer mehr Pflege nötig. So haben die Haarspezialisten stets die aktuellen Entwicklungen im Blick. "Das Glätten der Haare ist seit einiger Zeit in. Die Entwicklung von Rohstoffen, die vor Hitze schützen, ist für uns deshalb ein wichtiges Thema", erklärt Uta Kortemeier. Ein weiterer Trend sind Color-Shampoos, mit denen sich die Farbe länger im Haar hält. "Insgesamt werden die Verbraucher immer aufmerksamer", weiß Kortemeier. "Die Haarpflege wird weltweit immer differenzierter

auf ihre jeweilige Aufgabe zugeschnitten."

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