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Alles im grünen Bereich


Evonik bietet ein Verstärkungssystem Silica und Organosilan, das maßgeblich die Leistungsfähigkeit der Reifenlauffläche bestimmt.


Das ist ein weiterer Schritt, um bis 2020 EU-weit 20 Prozent Energie einzusparen. Die Klassifizierung der Reifen, wie sie ab November 2012 vorgeschrieben sein wird, reicht vom Mindeststandard (rote Kategorie "G") bis zur höchsten Kategorie (grüne Kategorie "A"). Danach verbrauchen Autos mit Reifen der grünen Kategorie "A" im Vergleich zur Kategorie "G" circa 7,5 Prozent weniger Kraftstoff und kommen bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h auf nasser Fahrbahn circa 18 m schneller zum Stehen. Die Geräuschentwicklung beim Vorbeifahren wird in Dezibel (dB) angegeben. Als besonders leise gelten Reifen mit weniger als 69 dB, was der Kategorie "A" entspricht.

Mehr Transparenz beim Reifenkauf.

Künftig erkennt der Verbraucher sofort, welchen Einfluss die Reifen auf Spritverbrauch, Nasshaftung und Geräusche haben und kann selbstständiger und fundierter darüber entscheiden, was ihm wichtig ist. Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club e.V. (ADAC), Deutschlands größter Automobilclub, bewertet das Label als sinnvolle Ergänzung zu eigenen Tests. Der Verbraucher habe die Möglichkeit, sich zumindest über die drei auf dem Label publizierten Reifeneigenschaften zu informieren und diese in seine Kaufentscheidung einzubeziehen. Einen vollständigen Reifentest könne das Label allerdings nicht ersetzen. So fehlen beispielsweise Informationen zu Laufleistung und Fahrverhalten ebenso wie Angaben zu den Fahreigenschaften auf Schnee und Eis. "Das Label wird zu mehr Transparenz führen", sagt Christian Buric vom ADAC.

Mit dem Silica-Silan-System in die grüne Kategorie

"Wir haben den Schlüssel in der Hand, künftig möglichst viele Reifen beim Bremsverhalten auf nasser Fahrbahn und beim Spritverbrauch in die grüne Kategorie zu befördern", sagt Hans-Detlef Luginsland, Leiter des Marktsegments Tire & Rubber von Evonik Industries. Evonik bietet als weltweit einziger Hersteller der Reifenindustrie das Verstärkungssystem Silica und Organosilan, das maßgeblich die Leistungsfähigkeit der Reifenlauffläche bestimmt. "Ohne diese Komponenten lässt sich der Rollwiderstand nicht verringern", so Luginsland weiter. Auf den kommt es aber letztlich an: Je niedriger der Rollwiderstand, desto geringer der Spritbedarf und damit auch die Kohlendioxid-Emissionen und der Ausstoß anderer klimaschädlicher Gase, die bei der Kraftstoffverbrennung entstehen. Gleichzeitig gilt es, die Gummimischung so einzustellen, dass der Abrieb möglichst gering ist und die Haftung auf trockener und nasser Fahrbahn trotzdem nicht leidet. In der Gummimischung vereinigen sich die Komponenten Kautschuk und Silica. Da diese aufgrund ihres unterschiedlichen chemischen Charakters zu keiner Verbindung fähig sind, springen bifunktionelle organische Siliziumverbindungen, kurz Organosilane, ein. Sie dienen als Koppler, die die beiden Stoffe verbinden. Für kontinuierliche Verbesserungen des Silica-Silan-Systems arbeiten Chemiker, Physiker und Ingenieure bei Evonik daran, die Silica-Partikel zu verfeinern und die Chemie der Silane als Haftvermittler noch besser auf ihre Aufgaben hin zu trimmen.

Lkw-Reifen flott machen

Mittlerweile hat sich – zumindest bei den Pkw – europaweit die Silica-Silan-Technologie für die rollwiderstandsoptimierte Lauffläche durchgesetzt "Aber auch in Übersee ist sie bereits state-ofthe- art", so Luginsland. Denn die nach Europa importierten Reifen müssen auch ein Label haben. Außerdem arbeiten Wissenschaftler von Evonik derzeit mit Hochdruck daran, das Silica-Silan-System auch gezielt für Anwendungen in Lkw-Reifen einsatzfähig zu machen. Damit ließen sich dann auch bei Lkw-Reifen die Spritkosten signifikant verringern.

Investitionen und Kooperationen für Innovationen

Um den Verbrauchern Reifen mit dem A- und B-Label anbieten zu können, müssen Reifenhersteller in die Materialentwicklung und innovative Produkte investieren und sind dabei auf die intensive Zusammenarbeit mit Rohstofflieferanten und Zulieferern – darunter auch Evonik – angewiesen. Wollen Länder wie beispielsweise China und Korea künftig Reifen nach Europa verkaufen, müssen sie konsequent auf die Silica-Silan-Technologie und die entsprechenden Materialien zurückgreifen. Evonik ist darauf bestens vorbereitet. Das Unternehmen plant, das weltweite Produktionsnetzwerk auszubauen und zu intensivieren. Bestehende Entwicklungskooperationen und Produktinnovationen werden intensiviert und deutlich an Fahrt aufnehmen.

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