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Der Eskimo-Effekt


Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel boomt. Das Spektrum ist groß - und die Qualität der angebotenen Produkte ist es ebenso. Gerade im Lebensmittelbereich sollten Verbraucher jedoch besser auf hochwertige Produkte zurückgreifen. Alkoholate von Evonik können bei der Herstellung von Omega-3-Fischöl-Konzentrat eingesetzt werden. Sie entsprechen den hohen Qualitätsstandards der Gesundheitsbranche.


Fett ist gesund - oder kann gesund sein. Zumindest dann, wenn

es sich um "gute Fette" handelt. Dass es solche Fette gibt, beobachteten Wissenschaftler bereits im vergangenen Jahrhundert. Sie stellten fest, dass Eskimos äußerst selten unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen litten und sich darüber hinaus einer hohen Lebenserwartung erfreuten. Dies schien auf den ersten Blick sehr ungewöhnlich, zeichnete sich ihre Ernährung doch vor allem durch wenig vitaminreiche Kost aus: statt frischem Obst und Gemüse standen vor allem ölhaltige Fische und fettreiches Wal- und Robbenfleisch auf ihrem täglichen Speiseplan. Die Wissenschaftler vermuteten, dass die außergewöhnlich gute Gesundheit der Eskimos auf die in den fetten Fischsorten enthaltenen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) zurückzuführen sei. Dies wurde später durch weitere wissenschaftliche Untersuchungen untermauert.

Gesunde Fettsäure

"Zahlreiche Studien stützen die Hypothese, dass der Verzehr langkettiger Omega-3-Fettsäuren, wie sie in fetthaltigen Fischsorten wie Lachs, Thunfisch, Hering oder Fischöl-Supplementen enthalten sind, die Gesamtsterblichkeit und das Auftreten verschiedener Herz-Kreislauf-Krankheiten reduziert", schreibt etwa die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) mit Sitz in Bonn. Einer Studie aus dem Jahr 2006 zufolge reduziert sich das Risiko Herz- und Gefäßerkrankungen zu bekommen um etwa 30 Prozent, wenn zwischen 150 und 500 Milligramm DHA/EPA pro Tag verzehrt werden. Auch erhöhte Blutfettwerte können durch die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren gesenkt werden. Zahlreiche wissenschaftliche Studien bescheinigen EPA und DHA gesundheitsfördernde Auswirkungen, so sollen sie beispielsweise die Sehkraft und die geistige Leistungsfähigkeit verbessern.

Omega-3-Fettsäuren sind für den Menschen essenzielle Nährstoffe. Der Körper kann sie nicht in ausreichendem Maße selbst bilden, sondern sie müssen regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden. Ärzte und Ernährungswissenschaftler empfehlen deshalb, zweimal wöchentlich Fisch zu essen. Da die wenigsten Menschen ihre Ernährungsgewohnheiten so konsequent umstellen, greifen immer mehr Konsumenten auf Nahrungsergänzungsmittel oder mit Omega-3-Fettsäuren angereicherte Lebensmittel zurück.

Omega-3-Fettsäuren stecken aber auch in verschreibungspflichtigen Arzneimitteln, zum Beispiel in blutfettsenkenden Medikamenten. Hier ist der Einsatz von Omega-3-Fettsäuren besonders gefragt. Denn sie verstärken die Wirkung der synthetischen Wirkstoffe, der sogenannten Statine. Auch für "gesundes Altern" sind Omega-3-Fettsäuren wichtig. So werden qualitativ höherwertige Lebensmittel, die auf die speziellen Anforderungen von Senioren und geriatrischen Patienten zugeschnitten sind, in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen.

Hohe Qualitätsstandards

Evonik ist in diesem Gesundheitsmarkt ein wichtiger Zulieferer. Der Spezialchemiekonzern liefert Natrium-Ethylat als Feststoff und flüssig als ethanolische Lösung an Unternehmen der Pharmabranche sowie Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln. Diese setzen das Alkoholat als Katalysator bei der Umesterung von Fischöl zu Omega-3-Fettsäureethylestern ein. Durch den Umesterungsprozess werden die Substanzen gereinigt und sind frei von Schadstoffen. "Dies können unsere Kunden natürlich auch von unseren Produkten erwarten", sagt Dr. Matthias Wiehn, Research & Development-Manager bei Evonik in Lülsdorf. Als Mitglied der Global Organization for EPA and DHA Omega-3 (GOED), dem Verband der weltweit führenden Omega-3-Hersteller, ist Evonik hohen Qualitätsstandards verpflichtet.

Der Bedarf für Nahrungsergänzungsmittel und Functional Food wird in Zukunft noch weiter wachsen. Zu diesem Schluss kommt auch eine gemeinsame Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung und der Technischen Universität München im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Der Grund sind globale gesellschaftliche Trends: Die Menschen werden immer älter, essen zu viel und zu kalorienreich. Diese Entwicklungen erfordern von Unternehmen, neue und angepasste Ernährungskonzepte und -lösungen zu entwickeln. Evonik ist daran beteiligt.

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