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Pressemitteilung

Brand in der Nacht endgültig gelöscht

Marl, 02. April 2012

Am Samstag, 31. März 2012, um 13:40 Uhr kam es im Chemiepark Marl in der CDT-Anlage von Evonik aus noch ungeklärter Ursache zu einer Explosion. In der Nacht war der Brand um 4:47 Uhr endgültig gelöscht.

Ein Mitarbeiter kam bei dem Brand ums Leben. Er lag in einem Bereich, der durch die Flammen und die Hitze lange Zeit nicht begehbar war. Er konnte erst in den Abendstunden geborgen werden. Ein weiterer Mitarbeiter wurde schwer verletzt und mit dem Hubschrauber in eine Fachklinik gebracht. Zurzeit haben wir noch keine neuen Informationen über seinen gesundheitlichen Zustand.

Die betroffenen Familien sowie Einsatzkräfte und Mitarbeiter der Anlage werden durch die Sozialberatung des Chemieparks betreut.

Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender Evonik Industries AG: „Wir sind über den tragischen Tod eines Mitarbeiters und die schweren Verletzungen eines weiteren Mitarbeiters zutiefst betroffen. Unsere Gedanken sind bei ihnen und ihren Angehörigen. Wir werden den Familien in dieser schwierigen Situation zur Seite stehen und sie mit ihren Sorgen und ihrem Schmerz nicht allein lassen.“

Die Werksfeuerwehr des Chemieparks, die Feuerwehr der Stadt Marl und Kräfte der Werksfeuerwehr vom Standort Gelsenkirchen-Horst waren mit insgesamt 130 Mitarbeitern im Einsatz. In den späten Abendstunden wurde die Einsatzstelle vom THW ausgeleuchtet.

Messungen innerhalb und außerhalb des Chemieparks ergaben, dass zu keiner Zeit eine Gefährdung durch die Rauchwolke bestand. Dies wurde durch die Experten des Chemieparks, durch die Feuerwehr der Stadt Marl und durch das Landesumweltamt festgestellt.

Die Einsatzstäbe des Chemieparks, der Stadt und des Kreises arbeiteten eng zusammen. Die zuständigen Behörden waren vor Ort und wurden laufend informiert.

Warnungen wurden seitens der Stadt über Lautsprecher und Radio durchgegeben. Die angrenzende Nachbarschaft wurde mit einem Handzettel direkt informiert.

Der Bürgermeister der Stadt Marl, Werner Arndt, machte sich persönlich ein Bild der Lage.

Bei dem ausgetretenen Stoff handelt es sich um Butadien, ein hochentzündbares Flüssiggas, das bei lang anhaltender Einwirkung als krebserregend eingestuft ist. Bei den von Anfang an durchgeführten Messungen lag die Konzentration immer unterhalb der Nachweisgrenze und war somit zu keiner Zeit gesundheitsschädigend. Dennoch forderte
die Stadt Marl die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, vorsorglich Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Bei dem Brand entstand Ruß, der sich im Marler Stadtgebiet an manchen Stellen als Rußpartikel niederschlug. Diese Niederschläge können mit handelsüblichen Haushaltsreinigern entfernt werden.

Zur Kontaktaufnahme steht die bekannte Rufnummer des Chemieparkes mit dem Umwelttelefon unter 02365 49-5555 zur Verfügung.

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