Pressemitteilung

Internationaler Umweltpreis für den "Wind Explorer"

Essen, 07. September 2011
  • Jury belohnt Bewerbung von Evonik mit Platz 1 beim "ÖkoGlobe"
  • "Wind Explorer" als ökologisches Konzeptfahrzeug ausgezeichnet
  • Evonik-Vorstandsvorsitzender Klaus Engel: "Der "Wind Explorer" zeigt auch, wie wichtig die Chemie mit ihren modernen Produkten für eine Mobilität mit Zukunft ist."

 

Das Elektrofahrzeug "Wind Explorer" hat den internationalen Umweltpreis "ÖkoGlobe 2011" gewonnen. Vor wenigen Monaten hatte das Fahrzeug eine rund 4900 Kilometer lange Pionierfahrt durch Australien zurückgelegt – und dabei nur für rund 10 Euro Strom aus dem Netz benötigt. Bei der "ÖkoGlobe"-Verleihung in Karlsruhe wurde der "Wind Explorer" jetzt mit dem 1. Preis in der Kategorie "Ökologisches Konzeptfahrzeug" ausgezeichnet.

Klaus Engel, Vorsitzender des Vorstandes der Evonik Industries AG, betonte bei der Entgegennahme der Auszeichnung: "Ich danke den Fahrern für ihren Pioniergeist. Der ÖkoGlobe macht stolz, aber er ist auch ein Ansporn. Denn der Wind Explorer zeigt auch, wie wichtig die Chemie mit ihren modernen Produkten für eine Mobilität mit Zukunft ist."

Der Wind Explorer ist 200 Kilogramm leicht und fährt mit einer Batterie-Ladung rund 400 Kilometer. Das zweisitzige Elektromobil hat eine Karosserie, die überwiegend aus einem Kohlefaserverbund mit dem Strukturschaum ROHACELL® von Evonik besteht. Wissen und Technik von Evonik stecken auch in den Lithium-Ionen-Akkus. Sie wurden über eine mobile Windkraftanlage oder - in Ausnahme-fällen - über das herkömmliche Stromnetz aufgeladen.

Ende Januar 2011 durchquerten die beiden deutschen Extremsportler Dirk Gion und Stefan Simmerer auf einer 17-tägigen Pionierfahrt Australien mit dem von Wind und Lithium-Ionen-Batterien angetriebenen Elektrofahrzeug. War die Batterie leer, konnten die Piloten die Akkus je nach Windsituation über eine mobile Windkraftanlage oder über das herkömmliche Stromnetz aufladen. Windrad und ein sechs Meter hoher Teleskopmast aus Bambus waren innerhalb einer halben Stunde aufgestellt. Evonik hat die Batterietechnologie geliefert, damit der aus Windkraft erzeugte Strom gespeichert werden konnte.

Zusätzlich zum Windstrom wurde der Wind-Explorer teilweise mit Kites (Lenkdrachen) angetrieben und erreichte so auf der rund 4900 Kilometer langen Strecke von Albany am indischen Ozean nach Sydney eine Höchstgeschwindigkeit von rund 80 Stundenkilometern. Nur in Ausnahmefällen wurde auf Strom aus her-kömmlichen Quellen zurückgegriffen.

Beim Bau ihres Elektromobils setzten die beiden Sportler auf ein bewährtes Leichtbaumaterial: eine Sandwichstruktur aus Kohle-fasergewebe und einem Strukturkern aus dem Polymethacrylimid (PMI)-Hartschaum ROHACELL® von Evonik. Dieser Faserkunststoffverbund wird unter anderem in Flugzeugen, Hubschraubern, Zügen und Schiffen eingesetzt. Auch im Automobilbau ist er auf dem Vormarsch: Konstruktionen mit ROHACELL® ermöglichen Gewichtseinsparungen gegenüber klassischen Stahlteilen. "Und jedes Gramm eingespartes Gewicht hilft, den CO2-Ausstoß bei Kraftstoff getriebenen Fahrzeugen zu verringern bzw. bei den Elektrofahrzeugen der Zukunft, die Reichweite zu erhöhen", beschreibt Stefan Plass, bei Evonik verantwortlich für das ROHACELL® Geschäft, die Beweggründe für Entwicklungen für die Automobilindustrie.

Eine weitere Möglichkeit, Treibstoff einzusparen, liegt in der Verringerung des Rollwiderstandes der Reifen. Kautschukmischungen sind dabei von besonderer Bedeutung. Auch hier zählt Know-how aus der Chemie. So gelingt es, die Mischung der Reifen so zu verändern, dass der Rollwiderstand und damit der Energieverbrauch spürbar gesenkt werden. Auf der Strecke durch Australien hat das dem Wind Explorer einige Hundert Kilometer mehr gebracht.

Jury-Mitglieder des "ÖkoGlobe" sind Prof. Dr.-Ing. Jürgen Brauckmann, Vorstandsmitglied TÜV Rheinland Berlin Brandenburg Pfalz e.V., Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Direktor CAR – Center Automotive Research, Universität Duisburg-Essen, Engelbert Faßbender, Mitglied des Vorstands, DEVK Versicherungen, Matthias Machnig, Thüringer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie, Prof. Dr. Claudia Kemfert, Lehrstuhl für Energieökonomie und Nachhaltigkeit, Hertie School of Governance in Berlin, Friedrich W. Gieseler, Präsident, Euresa und HA Schult, Umweltkünstler und Initiator des "ÖkoGlobe".

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    Evonik, der kreative Industriekonzern aus Deutschland, ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Spezialchemie. Die Aktivitäten des Konzerns sind auf die wichtigen Megatrends Gesundheit, Ernährung, Ressourceneffizienz sowie Globalisierung konzentriert. Im Jahr 2010 erwirtschaftete Evonik rund 80 Prozent des Chemie-Umsatzes aus führenden Marktpositionen. Evonik profitiert besonders von seiner Innovationskraft und seinen integrierten Technologieplattformen.

    Evonik ist in mehr als 100 Ländern der Welt aktiv. Über 34.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von rund 13,3 Milliarden € und ein operatives Ergebnis (EBITDA) von rund 2,4 Milliarden €.

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