Pressemitteilung

Wirtschaftliche Eckdaten: 1. Halbjahr 2017 / 2. Quartal 2017

Essen, 3. August 2017
  • Umsatz wächst um 15 Prozent auf 7,3 Milliarden €
  • Bereinigtes EBITDA steigt um 8 Prozent auf 1,25 Milliarden €
  • Erste Synergien aus der Integration des Spezialadditiv-geschäfts von Air Products

Essen. Evonik hat den Umsatz im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 auf 7,3 Milliarden € gesteigert. Dieser Anstieg um 15 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 beruht zum einen auf der erstmaligen Einbeziehung des Spezialadditivgeschäfts des US-Unternehmens Air Products. Evonik hatte dieses Geschäft im Januar übernommen. Zum anderen trugen eine spürbar höhere Nachfrage und leicht höhere Verkaufspreise zum Umsatzanstieg bei.

„Mit unserer geschäftlichen Entwicklung sind wir voll im Plan“, sagte Vorstandschef Christian Kullmann. „Zudem ernten wir nun die ersten Früchte aus der größten Übernahme unserer Konzerngeschichte.“

Das bereinigte EBITDA legte im ersten Halbjahr um 8 Prozent auf 1,25 Milliarden € zu, vor allem durch bessere Ergebnisse in den Segmenten Resource Efficiency und Performance Materials. Die Erträge im Segment Nutrition & Care lagen unter denen des Vorjahreszeitraums, hauptsächlich infolge niedrigerer Preise für Futtermitteladditive.

Das bereinigte Konzernergebnis stieg um 10 Prozent auf 549 Millionen €, das bereinigte Ergebnis je Aktie verbesserte sich auf 1,18 €. Das Konzernergebnis ging mit 394 Millionen € um drei Prozent zurück. Dieser Rückgang beruht im Wesentlichen auf einmaligen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Erwerb des Spezialadditivgeschäfts von Air Products.

Die Integration dieser zum Jahresbeginn übernommenen Einheiten verläuft erfolgreich und reibungslos. Erste Synergien konnten bereits im zweiten Quartal realisiert werden. Auch die Übernahme des Silica-Geschäfts des US-Unternehmens J.M. Huber ist auf einem guten Weg. Evonik geht davon aus, den Kauf wie geplant im zweiten Halbjahr 2017 abschließen zu können.

Die Nettofinanzschulden des Konzerns lagen zum 30. Juni 2017 bei 3,09 Milliarden €. Anfang Juli wurde erstmals eine Hybridanleihe ausgegeben. Die Anleihe war mit einem Zinskupon von 2,125 Prozent die günstigste Euro-Hybridanleihe eines Industrie-Unternehmens und dient der Finanzierung des Silica-Geschäfts von Huber. „Die erreichten Konditionen zeigen erneut, dass der Kapitalmarkt großes Vertrauen in unsere Finanzlage hat“, sagte Finanzvorstand Ute Wolf. „Wir verfügen über ein solides Investmentgrade-Rating. Und das wollen wir auch halten.“

Ausblick bestätigt

Evonik bekräftigt seine Prognose, im Gesamtjahr 2017 sowohl den Umsatz als auch den operativen Gewinn zu steigern. Für das bereinigte EBITDA wird unverändert ein Ergebniswachstum auf
2,2 bis 2,4 Milliarden € erwartet (Vorjahr: 2,165 Milliarden €).

Entwicklung in den Segmenten

Resource Efficiency: Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2017 um 21 Prozent auf 2,76 Milliarden €. Die erstmalige Einbeziehung des von Air Products übernommenen Geschäfts steuerte hierzu 12 Prozentpunkte bei. Dazu kamen leicht höhere Preise. Zudem schob die hohe Nachfrage nach Kieselsäuren vor allem aus der Reifenindustrie, nach Hochleistungs-Kunststoffen unter anderem für den 3D-Druck, nach Öl-Additiven für die Auto-, Bau- und Transportindustrie sowie Beschichtungs-Additiven den Absatz an. Das bereinigte EBITDA im Segment Resource Efficiency stieg um 19 Prozent auf 628 Millionen €.

Nutrition & Care: Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr um
5 Prozent auf 2,28 Milliarden €. Hierzu trugen die erstmalige Einbeziehung des übernommenen Geschäfts von Air Products sowie ein leichtes Mengenwachstum bei. Gegenläufig wirkten erneut die deutlich unter Vorjahr liegenden Verkaufspreise für Futtermitteladditive. Das bereinigte EBITDA ging im Segment Nutrition & Care um 31 Prozent auf 385 Millionen € zurück.

Performance Materials: Der Umsatz wuchs im ersten Halbjahr um 18 Prozent auf 1,89 Milliarden €, das bereinigte EBITDA hat sich mit 328 Millionen € fast verdoppelt. Eine hohe Nachfrage und anhaltende Knappheit in der Lieferkette, vor allem bei Butadien und Methylmethacrylat, führten zu höheren Verkaufspreisen. Zudem wirkten sich die erfolgreich umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen positiv aus.

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