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Schon gewusst?

Heimliche Helden

In der Pharmawelt spielen Wirkstoffe die Hauptrolle. Doch oft entscheiden heimliche Helden, darüber, wann, wo, wie lange und wie ein Medikament tatsächlich wirkt.

Etwa 80 Prozent aller Medikamente werden über den Mund eingenommen. Das war nicht immer so. Denn erst 1996 brachte ein US-Pharmahersteller Schmerztabletten auf den Markt, bei denen der Wirkstoff Oxycodon nicht auf einen Schlag im Körper freigesetzt wurde, sondern nach und nach. Die bis dahin üblichen Tabletten mit diesem Wirkstoff hatten schwerwiegende Nebenwirkungen. Besonders kritisch war, dass es aufgrund der schnellen Freisetzung zu Überdosierungen mit teilweise tödlichen Folgen kam. Anfang der 2000er Jahre kam eine neue Herausforderung hinzu: Die eigentlich effektive Erfindung wies in Kombination mit Alkohol – den die Patienten zu sich nahmen – erhebliche Nebenwirkungen auf. 2012 wurde daher in den USA der STOPP (Stop Tampering of Presiption Pills) Act eingeführt. Seitdem sind pharmazeutische Unternehmen verpflichtet, aktiv Maßnahmen gegen den Fehlgebrauch von Medikamenten zu ergreifen.

Dabei unterstützt Evonik: Das Unternehmen bietet verschiedene Formulierungstechnologien an, die es ermöglichen, nahezu alle denkbaren Freisetzungsprofile zu verwirklichen – damit der Wirkstoff zur richtigen Zeit an den richtigen Ort gelangt. Die Technologien basieren auf den so genannten EUDRAGIT® Polymeren. Bei diesen machen sich die Experten zunutze, dass Medikamente bei ihrer Reise durch den Magen-Darm-Trakt auf verschiedene pH-Werte treffen: Im Magen herrscht mit pH 1 bis 3 üblicherweise ein besonders saures Milieu. Je weiter das Medikament dann in den Darm vordringt, desto stärker steigt der pH-Wert. Je nach Zusammensetzung des EUDRAGIT®, löst es sich im Magen oder Darm auf – so ist ein zielgerichteter Einsatz von Wirkstoffen möglich.

Mit einem anderen Konzept, EUDRATEC® ADD, bietet Evonik eine Lösung für Medikamente an, durch die sie sich bei Anwesenheit von Alkohol ähnlich wie bei dessen Anwesenheit verhalten – für den sicheren Einsatz von Medikamenten.