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Start frei – auch im Winter

Im Winter stehen Flughafenbetreiber vor der Herausforderung, die Start- und Landebahnen schnee- und eisfrei zu halten. Evonik sorgt mit Kalilaugen als Basiskomponente von umweltfreundlichen Enteisungsmitteln für einen sicheren Flugverkehr.

Wenn der kalte Winter einbricht, beginnt für Roland Schwarz die heiße Jahreszeit. Als Objektbereichsleiter Infrastruktur, Flächen und Anlagentechnik am größten Flughafen Deutschlands in Frankfurt am Main hat er unter anderem bei Schnee, Eis und Glätte für einen reibungslosen Flugverkehr zu sorgen. Bei der verantwortungsvollen Aufgabe unterstützt ihn ein Team von 450 erfahrenen Mitarbeitern, die eine Flotte von 243 Spezialfahrzeugen bedienen. "Tagtäglich werden in Frankfurt über 1.200 Flugzeuge abgefertigt. Allein die Start- und Landebahnen erfassen eine zu räumende Fläche von 750.000 m2 - das entspricht mehr als 100 Fußballfeldern. Wir müssen also schnell und zuverlässig handeln", erzählt er.

Um den intensiven Flugverkehr bei schlechten Wetterbedingungen aufrecht zu erhalten, werden die Start- und Landebahnen sowie die angrenzenden Rollwege und Vorfeldbereiche in einer Fahrzeugkolonne geräumt. "Diese kann aus bis zu 21 Winterdienstmaschinen bestehen", erklärt Schwarz. "Die Spitze des Räumzugs übernimmt ein Einsatzwagen, ihm folgen für gewöhnlich bis zu 14 Kehrblasgeräte, zwei Schnee- schleudern und drei Streufahrzeuge. Danach fährt ein Friktionstester die Bahn ab und prüft den für eine sichere Flugzeuglandung nötigen Reibungswiderstand."

Circa 30 Minuten benötigt das Winterdienstteam vom Frankfurter Flughafen, um zwei Start- und Landebahnen vom Schnee und Eis gleichzeitig zu befreien – eine wahre Hochleistung. "Es ist ein Zusammenspiel von hervorragend ausgebildetem Personal, modernen Maschinen und zuverlässigen und effizienten Enteisungsmitteln, die wir auf die Start- und Landebahnen bzw. das gesamte Vorfeld streuen", so der erfahrene Bereichsleiter. "Diese müssen schnell wirken und sicher haften – auch bei extrem tiefen Temperaturen."

Effizient, umweltfreundlich, sicher
Enteisungsmittel aus Kalilaugen erfüllen all diese harten Kriterien. Am Standort Ibbenbüren betreibt Evonik in einem Joint Venture mit Akzo Nobel eine Membranelektrolyse zur Produktion von Kalilauge. Per Schiff kommt diese Kalilauge am Standort Lülsdorf an und wird hier zu Kaliumformiat weiterverarbeitet.

Die Kalilauge (Kaliumhydroxid) wird aus Kaliumsalz (Kaliumchlorid) gewonnen und meistens als 50-prozentige Lösung angeboten. Verbunden mit Ameisensäure entsteht das Enteisungsmittel Kaliumformiat. Im Vergleich zu anderen Auftauprodukten wirkt es effizienter auf den eisigen Start- und Landebahnen und weist bessere Haftung auf.

Das Enteisungsmittel auf Basis der Kalilauge von Evonik ist biologisch abbaubar. "Der Abbau von Kaliumformiat verbraucht vergleichsweise wenig Sauerstoff", erklärt Hans Put, verantwortlich für den Produktbereich Kaliumderivate von Evonik. "Je weniger Sauerstoff in Abwasser und Gewässern verbraucht wird, umso umweltverträglicher ist das Enteisungsmittel."

In der Praxis bewährt
Kaliumformiat hat sich bereits an vielen Flughäfen weltweit als effizientes, umweltfreundliches und sicheres Enteisungsmittel bewährt. In Europa gilt es mittlerweile als Standard. Dies wissen Roland Schwarz und seine Mannschaft auch zu schätzen: "Wir sind zu unzähligen Einsätzen bei sehr unterschiedlichen Wetterbedingungen ausgerückt. Auch wenn es schwierig aussah, haben wir es immer wieder geschafft, den Flugverkehr aufrechtzuerhalten."