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Verantwortung

Weltklimakonferenz 2017

Kreislauf für den Klimaschutz

In Bonn berät die Welt über die Erderwärmung – Auch Evonik forscht an Lösungen, vor allem für Emissionen in der Landwirtschaft.

Vom 6. bis zum 17. November diskutieren Politiker und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen der ganzen Welt in Bonn über den Klimaschutz. Als Industrieunternehmen hinterlässt natürlich auch Evonik einen ökologischen Fußabdruck – zeigt jedoch gleichzeitig, wie die Schuhgröße mit innovativer Forschung immer kleiner werden kann.

Herausforderungen für die Landwirtschaft

Beispiel Landwirtschaft: Die Weltbevölkerung wächst und verlangt nach mehr Fleisch- und Milchprodukten.. Dies bedeutet jedoch auch entsprechend höhere Klimagasemissionen beim Futtermittelanbau, beim Transport und bei den Ausscheidungen der Tiere. Eine scheinbar unlösbare Herausforderung.

Gülle wird recycelt

Doch sind höhere Emissionswerte bei wachsender Landwirtschaft wirklich unvermeidbar? Bei Evonik sieht man das anders und beteiligt sich deshalb in einem Forschungskonsortium an der Entwicklung einer Strategie mit dem Titel „Circular Farming 2030“. In den kommenden fünf Jahren möchte diese Gemeinschaft aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und anderen Unternehmen daran arbeiten, die Landwirtschaft nachhaltiger und rückstandsfrei zu gestalten. Für Evonik beteiligt sich das Segment Nutrition & Care an dem Konsortium, um zukünftig vermehrt mit an einer Kreislauf-Landwirtschaft zu forschen. Das bedeutet: Aus Rückständen der Tierhaltung sollen hochwertige Düngemittel und Rohstoffe für Futtermittel gewonnen werden. Darüber hinaus soll Energie beim Landwirt für den eigenen Prozess und für den Verkauf an Dritte bereitgestellt werden. Insgesamt ist es die Vision der Kreislauf-Wirtschaft, aufgrund geschlossener Energie- und Stoffkreisläufe sowohl Luft und Wasser als auch den Boden nicht unnötig zu belasten.

Anlagenprototyp in Arbeit

Das Konsortium wird bei der Ausarbeitung eines Konzeptes durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der "Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030" in der Maßnahme „Agrarsysteme der Zukunft“ unterstützt. Ziel des Konsortiums ist es, zusammen mit den Partnern zunächst die wissenschaftlichen, technischen und wirtschaftlichen Grundlagen zu schaffen und eine prototypische Anlage aufzustellen - möglichst in einer durch Überdüngung gekennzeichneten Region in Deutschland. Diese Erfahrungen sollen in einem nächsten Schritt an die Verhältnisse in anderen Ländern angepasst werden und dann zu weltweiten Circular-Farming-Partnerschaften führen. Voraussetzung für die Umsetzung ist eine positive Bewertung des Konzeptes durch das BMBF.