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Probiotika statt Antibiotika

Für ein gutes Bauchgefühl

Die G20-Gesundheitsminister haben Antibiotikaresistenzen den Kampf angesagt. Darmbakterien helfen bei der Suche nach Alternativen zu Antibiotika in der Tierernährung.

Die Zahl der Krankheitserreger, gegen die Antibiotika machtlos sind, steigt. Einer der Gründe ist der Einsatz von Medikamenten in der Tierzucht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in ihrem globalen Aktionsplan gegen Antibiotikaresistenzen einen umsichtigen Einsatz der Medikamente auch bei Tieren gefordert und zugleich auf die weiterhin steigende Verwendung in der Tierernährung hingewiesen. Deutschland hat seit dem 1. Dezember 2016 für ein Jahr den Vorsitz der "G20", dem Zusammenschluss der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer. Als ein Schwerpunktthema sind Maßnahmen gegen Antibiotika-Resistenzen gesetzt. Die G20-Agrarminister haben sich bereits im Januar 2017 zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Antibiotika in der Landwirtschaft verpflichtet. Ein Ansatz ist die Stärkung des Immunsystems der Tiere.

Der Weg zum gesunden Huhn führt durch den Darm

Im Darm eines Huhns leben über 100 Milliarden Bakterien – mehr als zehnmal so viele, wie es Menschen auf der Welt gibt. Bis vor kurzem waren die winzigen Bewohner bloß Verdauungshelfer und Vitaminproduzenten. Heute gelten sie als Schlüssel zum Wohlbefinden. Evonik macht die Mikroben zu Mitstreitern für die Tiergesundheit: Sie sollen helfen, Alternativen zu Antibiotika in der Tierernährung zu entwickeln.

„Natürliche Futtermittelzusätze wie Probiotika spielen dabei eine entscheidende Rolle“, sagt Dr. Emmanuel Auer, Leiter des Geschäftsgebiets Animal Nutrition von Evonik. Probiotika sind natürliche Organismen, die sich im Darm etwa von Hühnern ansiedeln und so das Immunsystem der Tier stärken sollen, sodass sie aus eigener Kraft mit Krankheitserregern fertig werden.

Das Ziel der Forscher sind Probiotika mit maßgeschneiderter und nachgewiesener Wirkung. Darüber hinaus möchte Evonik mithilfe der Darmbakterien den Gesundheitsstatus von Tieren bestimmen können und Züchtern Empfehlungen für bedarfsgerechte Futterzusammensetzungen geben, die Probiotika zur Förderung der Darmgesundheit beinhalten.